Umsätze der Sägewerke gehen durch die Decke

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BAD HONNEF (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund einer hohen Nachfrage nach Schnittholz können sich Deutschlands Sägewerke vor Aufträgen kaum retten. Im ersten Quartal kletterten die Umsätze der Sägeindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,1 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro nach oben, wie der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) am Freitag in Bad Honnef mitteilte. Vor allem das Auslandsgeschäft brummte, hier gab es ein Plus von rund 40 Prozent auf 600 Millionen Euro. Im Inland lag der Erlöszuwachs mit 20 Prozent auf 900 Millionen Euro deutlich niedriger. Es geht um 83 Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten, kleinere Firmen werden nicht erfasst.

Seit Ende 2020 sorgt eine Knappheit am Schnittholzmarkt für lange Gesichter bei heimischen Handwerkern und in der Baubranche. Mit Schnittholz ist das in Sägewerken verarbeitete Holz gemeint. Aus der Politik kamen schon Rufe nach Exportbeschränkungen, um die Situation im Inland zu entspannen. Eine Mehrheit für solche Forderungen zeichnet sich aber nicht ab.

In der derzeitigen Rohstoff-Knappheit sind die Sägewerke das Nadelöhr. Denn das Angebot an Rundholz - den gefällten Bäumen - ist groß, hier ist der Preis sogar relativ niedrig, was teilweise an umfangreichen Fällungen nach Borkenkäferbefall liegt. Beim Schnittholz ist die Situation anders, hier sind die Preise hoch und das Angebot für inländische Firmen ist derzeit knapp. Dies liegt teilweise daran, dass deutlich größere Mengen als zuvor in das Ausland verschifft werden, vor allem in die USA. In Coronazeiten sorgte zudem der "Do It Yourself"-Boom dafür, dass der Verkauf von Latten und Balken für Carports oder Gartenhäuschen anzog.

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