Umfrage: Start-ups zieht es nicht mehr so stark in die USA wie vor Trump

Start-up-Unternehmen zieht es einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge nicht mehr so stark in die USA. Der Branchenverband machte dafür in seiner am Donnerstag vorgestellten Untersuchung auch den "Trump-Effekt" verantwortlich. Demnach würde es nur 15 Prozent der deutschen Gründer in die USA ziehen, wenn sie den Standort ihres Start-ups noch einmal wählen könnten. Vor einem Jahr und damit vor dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump lag der Anteil noch bei 32 Prozent.

Zugleich gewann der Befragung zufolge der Standort Deutschland an Attraktivität: 68 Prozent der Befragten würden ihr Start-up erneut hierzulande gründen, vor einem Jahr waren es nur 44 Prozent. "In den Ergebnissen spiegelt sich mit Sicherheit der Trump-Effekt wider. Die USA haben für Start-ups massiv an Anziehungskraft verloren", erklärte Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp. Gleichwohl seien dort die Bedingungen, etwa Finanzierungsmöglichkeiten, Netzwerke und der Absatzmarkt weiterhin "sehr gut".

Günstige Finanzierungsbedingungen (70 Prozent) und weniger Regulierung (62 Prozent) sind auch die Hauptgründe für Start-ups, in ein anderes Land zu gehen, wie die Umfrage ergab. Auch der bessere Austausch mit anderen Start-ups (48 Prozent) wurde häufig genannt. Bitkom befragte 252 Gründer von IT- und Internet-Start-ups in Deutschland.