Umfrage: Nur noch 13 Prozent halten Jamaika-Koalition für möglich – und wenn, dann vertrauen sie dabei auf Laschets schärfsten Konkurrenten

·Lesedauer: 2 Min.

Aktuell laufen die Sondierungsgespräche für eine schwarz-grün-gelbe Jamaika-Koalition. Doch ob diese überhaupt noch gelingt, hält die überwiegende Mehrheit der Deutschen für unwahrscheinlich. Gerade einmal 13 Prozent der Deutschen halten ein solches Bündnis für realistisch. Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey die im Auftrag von Business Insider durchgeführt wurde. 

71 Prozent der Befragten halten dagegen eine Ampel-Koalition „eindeutig“ oder „eher“ für wahrscheinlich. Sechs Prozent halten keine der beiden Koalition für wahrscheinlich und zehn Prozent sind unentschieden. Für die Umfrage wurden 5.006 repräsentativ ausgewählte Deutsche befragt. Dabei ist ein statistischer Fehler von 2,5 Prozent zu bedenken.

33 Prozent der CDU-Anhänger glaubt an eine Jamaika-Koalition – und 49 Prozent an eine Ampel

In der Umfrage wurden die Antworten zudem nach Wahlabsichten sortiert. Dabei fällt auf, dass nur zwei Prozent der Grünen- und ein Prozent der SPD-Anhänger eine Jamaika-Koalition für wahrscheinlich halten. 91- beziehungsweise 93 Prozent der Anhänger der beiden Parteien gehen dagegen von der Bildung einer Ampel-Koalition aus. Auch unter den FDP-Wählern glauben 72 Prozent an eine Ampel- und nur 18 Prozent an eine Jamaika-Koalition. Selbst unter Wählern der CDU glauben mehr Befragte an eine rot-gelb-grüne Koalition (49 Prozent), als an eine Jamaika-Koalition (33 Prozent). Bei dieser Antwort liegt der statistische Fehler jedoch bei 7,4 Prozent.

Am ehesten trauen die Befragten die Bildung einer Jamaika-Koalition Markus Söder zu

Am ehesten trauen die Befragten die Bildung einer Jamaika-Koalition noch Laschets Konkurrenten Markus Söder zu (24 Prozent). Danach folgen Friedrich Merz (14 Prozent) und Norbert Röttgen (zehn Prozent). Nur fünf Prozent trauen dem Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet eine solche Koalitionsbildung zu. Noch weiter abgeschlagen als Laschet sind der Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (vier Prozent) und der Gesundheitsminister Jens Spahn (drei Prozent).

Söder ist zugleich der Kandidat, dem vor allem die Unionsanhänger die Koalitionsbildung zutrauen. Sortiert man vorherigen Antworten wiederum nach Wahlabsicht, so zeigt sich, dass Unionsanhänger deutlich mehr Vertrauen (41 Prozent) in Söder setzen als die Anhänger anderer Parteien. Auch Friedrich Merz genießt bei Wählern der CDU (21 Prozent), FDP (29 Prozent) und AfD (39 Prozent) deutlich mehr Vertrauen als beim durchschnittlichen Wähler. Doch auch das Vertrauen in Laschet ist in der eigenen Partei noch größer als in anderen. Immerhin 12 Prozent der CDU-Anhänger trauen ihm die Bildung einer Jamaika-Koalition noch am ehesten zu.

Video: Von "Klippe" bis "konstruktiv": - FDP trifft SPD & CDU, Grüne reden mit der SPD

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.