Umfrage: Menschen nehmen Termine in der Corona-Krise verstärkt online wahr

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Umfrage: Menschen nehmen Termine in der Corona-Krise lieber online wahr

Die Menschen in Deutschland haben ihre Termine während der Corona-Pandemie verstärkt online wahrgenommen. Rund ein Fünftel erledigte Besprechungen, Konferenzen und Behördengänge über das Internet, wie die Teambank im Rahmen einer repräsentativen Studie herausfand. Auch der private Bereich war demnach betroffen: 30 Prozent verlegten Treffen im Freundeskreis ins Internet. Für die Umfrage wurden 3000 Menschen mit Wohnsitz in Deutschland befragt.

Der Trend zu Online-Terminen ging laut der Umfrage, die AFP am Freitag vorlag, auch an älteren Generationen nicht vorbei: 27 Prozent der Befragten ab 50 Jahren traf sich verstärkt online mit Freunden, rund ein Fünftel erledigte Behörden- und Bankangelegenheiten vorwiegend online. Jeder achte Mensch in Deutschland ab 50 Jahren nahm auch Arzttermine ohne körperliche Untersuchung über das Internet in Anspruch.

Insbesondere bei Behördengängen zogen sechs von zehn Befragten die Erledigung im Internet vor. Bei Fortbildungen und Bankgeschäften war 40 Prozent der Befragten der digitale Weg lieber. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen bevorzugte jeder Zweite das Onlinebanking, bei den Älteren ab 50 waren es 40 Prozent, bei jungen Erwachsenen unter 30 Jahren 43 Prozent.

"Die Generation 50 Plus möchte in der überwiegenden Mehrheit traditionell nicht den persönlichen Draht zu ihrer Bankberaterin oder ihrem Bankberater missen", erklärte Teambank-Vorstandschef Frank Mühlbauer. "Bei den unter 30-Jährigen dagegen besteht noch eher Beratungsbedarf, sie legen Wert auf persönliche Ansprache".

Auch bei Arztbesuchen bevorzugten 24 Prozent der Befragten prinzipiell digitale Lösungen. Ein Fünftel hörte sich sogar Konzerte lieber vor dem Bildschirm als live vor Ort an. Nur Online-Treffen im Freundeskreis erfreuten sich keiner großen Beliebtheit: Neun von zehn Befragten gaben an, die eigenen Freunde lieber wieder im echten Leben treffen zu wollen.

Die Menschen gaben auch mehr Geld für Online-Unterhaltung aus: Ein Fünftel der Befragten gab an, dass die eigenen Ausgaben für Filme, Serien und Musik gestiegen seien. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen gab gut ein Drittel mehr Geld aus, bei den über 50-Jährigen waren es rund ein Zehntel.

fho/jm

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