Umfrage: Konsumentenkredite weit verbreitet

Kreditkartenchip

Konsumentenkredite sind unter deutschen Verbrauchern weit verbreitet. Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Marktwächters Finanzen der Verbraucherzentralen ergab, haben rund zwei Drittel aller Deutschen in den vergangenen fünf Jahren mindestens eine Form des Kredits in Anspruch genommen. Am weitesten verbreitet sind der teure Dispokredit des Girokontos sowie der Kreditrahmen der Kreditkarte. Jeder vierte Kreditnehmer hat bereits Erfahrung mit Umschuldungen und Kettenkrediten.

Für die Analyse ließ der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gut 1000 Erwachsene Ende 2017 online befragen. Die meisten Verbraucher schließen ihre Kredite demnach weiterhin vor Ort im Geschäft, Autohaus oder der Bank ab. Obwohl alle Befragten angaben, dass sie vor einer Kreditnahme wahrscheinlich verschiedene Angebote vergleichen würden, macht das tatsächlich je nach Kredit nur ein Drittel bis zur Hälfte.

Weniger als fünf Prozent der Kreditnehmer hatten aber nach eigenen Angaben Probleme bei der Rückzahlung. Die meisten Kreditnehmer sind zufrieden: 70 bis 87 Prozent von ihnen würden wieder einen Konsumentenkredit in Anspruch nehmen.

Ein Viertel der Kreditnehmer hat seinen ersten Kredit schon einmal durch einen Folgekredit abgelöst. Gründe dafür waren ein besserer Zinssatz, geringere Monatsraten oder eine Laufzeitanpassung. Jeder Zehnte musste dafür aber Gebühren oder zusätzliche Versicherungszwänge in Kauf nehmen.

Je nach Kreditart schlossen zwischen 17 und 28 Prozent der Kreditnehmer mindestens einen Zusatzvertrag im Rahmen ihrer Finanzierung ab. Ratenschutzversicherungen, Garantieerweiterungen oder zusätzlichen Kreditkarten sind laut Verbraucherzentralen somit kein Randphänomen.