Umfrage: Firmenchefs glauben 2021 an weltweites Wirtschaftswachstum

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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Nach dem Corona-Jahr 2020 rechnet die überwiegende Mehrheit von Firmenchefs in Deutschland mit einem Aufschwung der Weltwirtschaft. So glauben vier von fünf Chefs hierzulande an ein steigendes Wirtschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten. Das geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) vom Donnerstag hervor, die der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX vorliegt.

Damit sind die Chefs in Deutschland ein Stück optimistischer als im internationalen Vergleich, wo sich gut drei von vier Befragten dieser Meinung anschlossen. Wegen der Corona-Pandemie hatten zahlreiche Unternehmen ihre Prognosen für 2020 kassiert, das Jahr war von hoher Unsicherheit und Lockdowns geprägt.

"Die CEOs sehen Licht am Ende des Tunnels", kommentierte der Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland, Ulrich Störk. Besonders optimistisch sind die Chefs in Deutschland dabei, dass sich ihre eigenen Unternehmen in den kommenden drei Jahren besser entwickeln werden. Aus internationaler Sicht gilt Deutschland als drittwichtigster Wachstumstreiber. Nur die USA und China werden von den Umfrageteilnehmern als noch wichtiger empfunden.

Sorgen bereiten den Chefs weltweit derweil vor allem Pandemien und andere Gesundheitskrisen. Zuvor war dieser Punkt noch nicht zur Sprache gekommen. Dahinter folgen die Angst vor Hackerangriffen sowie zu viel Regulierung. Das Thema Klimawandel ist auf der Liste möglicher Geschäftsrisiken hierzulande leicht nach unten gerutscht, während es international etwas mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Für den 24. Global CEO Survey befragte PwC 5050 Chefs von Firmen aus 100 Ländern. Der überwiegende Teil der Umfragen wurde zwischen Januar und Februar dieses Jahres online durchgeführt, sieben Prozent der Befragten gaben ihre Antworten per Post, Telefon oder im persönlichen Gespräch ab. Damit weicht der Umfragezeitraum einige Monate vom üblichen Zeitraum zwischen September und November eines Jahres ab. Die Unternehmensberatung erklärte, dass man angesichts der Pandemie und mehreren geopolitischen Ereignissen die Umfrage verschieben wollte, um so einen aussagekräftigen Datensatz zu erhalten.