Umbau: Neuer Look für das Kaufhaus Woolworth

Frau Mikoleit in der Woolworth Filiale an der Wilmersdorfer Straße 113 – 114

Wenn die fränkische Großmutter früher ihren Bestand an Geschirrtüchern, Rührschüsseln oder rosa Schlüpfern auffrischen oder weitere Teile für die Aussteuer ihrer Enkelin erwerben wollte, reiste sie zu "Wolwert" nach Würzburg. "Wolwert" war die fränkische Version von "Woolworth" und für die Großmutter der Shopping-Himmel schlechthin. Es gab alles, was im Durchschnittshaushalt der 60er-Jahre erforderlich war – und vor allem alles zu günstigen Preisen. Ein Umstand, der bis heute noch immer viele Kunden in die rund 300 Woolworth-Filialen in Deutschland lockt.

Auch in Berlin hat Woolworth eine lange Tradition. 1926 gründete das US-Unternehmen eine deutsche Tochtergesellschaft im Hotel "Adlon". Ein Jahr später eröffnete diese in Bremen das erste deutsche Kaufhaus. 1932 eröffnete das Unternehmen ein zweites Kaufhaus am Standort Wilmersdorfer Straße 113–114 in Charlottenburg, das es bis heute gibt. Am Sonnabend wird das Kaufhaus für einen Umbau knapp einen Monat schließen.

"Wir werden am alten Kaufhausgedanken auch weiter festhalten", sagt Woolworth-Bezirksleiterin Tina Gassan. Es werde weiter alles von Bekleidung über Kurz- und Haushaltswaren bis zu Deko-Artikeln geben. "Das Angebot bleibt verlässlich", sagt Gassan. Ein älterer Herr kommt auf sie zu: "Es ist mir etwas peinlich, aber ich bräuchte da so was für die Toilette, wenn's mal nicht so gut riecht", sagt er. "Ein Raumspray", vermutet die Kaufhaus-Chefin und weist den Weg zum Regal für derlei Waren. "Nein, ich suche solche Kugeln...

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