Ultrarechte Redner bei ungarischer Regierungskonferenz im Januar

Ultrarechter Ex-"Breitbart"-Schreiber Yiannopoulos

Der deutsche Verleger und Rechtsaußenaktivist Götz Kubitschek gehört zu den Rednern der Konferenz "Die Zukunft Europas", welche die ungarische Regierung ab dem 23. Januar in Budapest ausrichtet. Unter den Teilnehmern ist auch der ultrarechte britische Blogger Milo Yiannopoulos, der früher für das US-Internetportal "Breitbart" arbeitete, das den Präsidentschaftswahlkampf von Donald Trump massiv unterstützte. Auch Ungarns Außenminister Peter Szijjarto ist bei der Konferenz angekündigt.

Voraussichtlich im April wählt Ungarn ein neues Parlament. Es wird mit dem Sieg der rechtspopulistischen Fidesz-Partei von Regierungschef Viktor Orban gerechnet, der damit zum dritten Mal in Folge Ministerpräsident würde. Orban und Yiannopoulos sind beide überzeugte Anhänger von US-Präsident Trump.

Yiannopoulos stellt seine Homosexualität offensiv zur Schau und versteht sich als Kämpfer gegen die politische Korrektheit. Mit rassistischen und frauenfeindlichen Positionen etablierte er sich in den USA als einer der Wortführer der sogenannten Alt-Right-Bewegung.

Kubitschek ist in Budapest als Hauptredner bei einer Gesprächsrunde über "Einwanderungsdruck in Europa" und die "Bewahrung unserer Werte und des Christentums" angekündigt. Der Mitbegründer der neurechten Denkfabrik Institut für Staatspolitik trat mehrfach bei anti-islamischen Demonstrationen der völkisch-nationalistischen Pegida-Bewegung auf. Kubitscheck pflegt zudem enge Kontakte zum rechten Rand der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Auf der Konferenz-Website hieß es am Freitag, die dreitägige Veranstaltung biete die "Möglichkeit für eine umfassende Analyse politischer und kultureller Prozesse". Als Teilnehmer angekündigt war auch der französische Philosoph Pascal Bruckner.