"Ultimativer Spaghetti-Lifehack" erntet entsetzte Reaktionen auf Facebook

·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Wie echte Italiener Pasta servieren, wollte eine Facebook-Influencerin demonstrieren. Ihre Methode sorgt jedoch nicht für Begeisterung, sondern blankes Entsetzen. Das Video ging prompt viral - womöglich sind jedoch 26 Millionen User auf einen Streich hereingefallen.

pasta with meatballs and parsley with tomato sauce
Feinsäuberlich auf einem Teller angerichtet? Das geht besser, findet eine Influencerin und teilt ihre Methode, Spaghetti zu servieren (Symbolbild: Getty Images)

"Josh and Lisa" nennt sich der Facebook-Account, auf dem besagtes Influencer-Paar ihren Familienalltag, Videos von Streichen und Küchen-Lifehacks teilen. Einer von diesen Lebensmittel-Tricks erregte nun die Gemüter ganz besonders.

Den "ultimativen Spaghetti Lifehack" nennt Lisa ihre Methode, Pasta für mehrere Gäste zu servieren. Hierfür gießt sie zwei gigantische Bottiche Tomatensauce direkt aus dem Behälter auf ihre schneeweiße Marmorarbeitsplatte in der Küche. Am Rand der gleichmäßigen, roten Fläche verteilt sie Fleischbällchen und streut dann in der Mitte eine gerade Linie Parmesan aus - ebenfalls aus der Flasche, versteht sich. Seitlich davon verteilt sie zwei Töpfe voll gekochter Spaghetti, bevor sie alles gut durchmischt. 

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"Das ist die leichteste Methode", erklärt Lisa ihrer entsetzten Kamerafrau, die mit schwacher Stimme antwortet: "Ist es das?" Den Gästen mache es "Spaß", sich die Pasta direkt von der Küchenplatte zu klauben, wie Lisa versichert. Zudem habe man keinen Ärger mit schmutzigem Geschirr oder anderen Sauereien. 

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Gegen Ende scheint die anonyme Person hinter der Kamera überzeugt: "Das ist so cool!" sagt sie. "Ist das bei euch Tradition?" Lisas Antwort: "Ich bin Italienerin, und so mischen echte Italiener ihre Spaghetti." 

Blankes Entsetzen in den Kommentaren

In dem Einwandererland USA muss das Prädikat "Italiener" indes längst nicht bedeuten, dass man selbst, die Eltern oder auch nur die Großeltern aus Italien stammen. Es bedeutet lediglich, dass man Vorfahren aus dem Land hat. Und so widerlegten viele Italiener - ob amerikanisch oder echt - in den Kommentaren an, dass es sich dabei um eine "echt italienische" Tradition handelt. 

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Während die einen bemerkten, dass in der "echten" italienischen Küche wohl kaum Fertigsauce aus der Plastikflasche verwendet werden würde, sorgten sich die anderen um die schöne, weiße Küchenplatte. Doch vor allem die Hygiene machte den Facebook-Usern zu schaffen. "Mal ehrlich: Wie viele Haare sind da jetzt drin?" fragte einer. Ein weiterer schrieb: "Fütterst du damit Tiere?" Einer scherzte: "Bitte koch nie wieder Pasta. Jedes Mal, wenn du Pasta kochst, stirbt irgendwo ein Italiener." Und: "Serviere es das nächste einmal einfach auf dem Boden, dann können deine Gäste es mit den Zehen essen." 

Alles nur Spaß?

Wie ernst man das Video nehmen sollte, sei dahingestellt. Einige von den Streichen von Josh und Lisa wirken gestellt und mehrere der Hacks arg absurd. Unter Videos, die bei Nachmachung potentiell gefährlich sein könnten, steht außerdem ein Hinweis, dass der Kanal teilweise aus Satire und Lifehack-Parodien besteht. 

Nichtsdestotrotz hat das Spaghetti-Video über 26 Millionen Klicks angesammelt. Josh und Lisa erkannten schnell einen Trend: Seitdem haben sie noch weitere Clips gepostet, auf den sie obszöne Mengen an Essen auf ihrer Arbeitsfläche verteilen und das als "ultimativen Lifehack" verkaufen. 

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