Ulla Kock am Brink: Warum werden nicht mehr große TV-Shows von Frauen moderiert?

Monika Skolimowska/picture-alliance/Cover Images

Wir können das: Moderatorin Ulla Kock am Brink (61) moderiert nach 25 Jahren wieder 'Die 100.000 Mark Show' und fragt sich, warum sie eine der wenigen Frauen ist, die große Shows repräsentieren.

Ein kleiner Beitrag

Die beliebte Quizshow ist von RTL wieder ins Programm genommen worden, und mit der Ulla Kock am Brink moderiert auch die Original-Moderatorin. Das könnte man ja schon mal feiern, denn dass eine Frau über 60 eine große Unterhaltungssendung moderieren darf, ist nicht selbstverständlich. Das weiß auch der Star. "Ältere Männer sind Showlegenden, ältere Frauen hingegen nur eine Grande Dame", bemerkte der Fernsehliebling gegenüber 't-online.de'. "Wenn ich jetzt einen kleinen Beitrag dazu leisten darf, dass sich der Blickwinkel ein bisschen zugunsten älterer weiblicher Personen wendet, dann wäre doch schon was getan." Aber es ist ja nicht nur das. Auch jüngere Kolleginnen bekommen kaum eine Chance: "Große TV-Shows werden nicht von Frauen präsentiert. Wer ist denn außer Barbara Schöneberger noch da?"

Ulla Kock am Brink rechnet mit der Vergangenheit ab

Einen ungleichen und in ihren Augen ungerechten Blick auf sie erlebte Ulla Kock am Brink auch, als es um ihr Privatleben ging. 2001 geriet sie in die Schlagzeilen, als sie sich in den Mann von 'Tagesthemen-Moderatorin' Sabine Christiansen verliebte. Das war der TV-Produzent Theo Baltz. Zum Zeitpunkt der Affäre war die Entertainerin mit ihrem Manager liiert. Zwanzig Jahre später möchte die Quizmasterin etwas klarstellen. "Ich finde es angebracht, an dieser Stelle doch mal zu äußern, welche Rolle die Männer eigentlich in dieser ganzen Geschichte gespielt haben", erklärte die Wahl-Sylterin gegenüber 'RTL'. Der von der Presse beschriebene alleinige Streit zweier Frauen entspreche nicht der Wahrheit. "Die Männer wurden geschützt."

Mittlerweile ist das alles Geschichte. Ulla Kock am Brink ist seit 2019 mit Peter Fissenwert verheiratet und stürzt sich jetzt voller Freude auf die neue alte Aufgabe, 100.000 Mark bzw 51.000 Euro unter die Leute zu bringen.

Bild: Monika Skolimowska/picture-alliance/Cover Images