Uli Hoeneß: "Zwischen mich und Rummenigge passt kein Blatt Papier"

Wie Hoeneß berichte, ist das Verhältnis der beiden Bayern-Bosse ausgezeichnet. Mit Karl-Heinz Rummenigge mache es "wieder Spaß, zusammenzuarbeiten."

Präsident Uli Hoeneß hat bei der Jahreshauptversammlung von Bayern München demonstrativ die Geschlossenheit in der Führungsebene des deutschen Rekordmeisters hervorgehoben. In der "Nacht von Paris", in der die Bayern Ende September 0:3 bei Paris St. Germain verloren und als deren Folge Trainer Carlo Ancelotti entlassen hatten, seien Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und er "wieder zusammengekommen", sagte Hoeneß.

"Es war nicht so einfach nach meiner Gefängniszeit, die Integration meiner Person auf die Reihe zu kriegen", fuhr er fort, jetzt aber mache es "wieder Spaß zusammenzuarbeiten, es passt kein Blatt Papier mehr zwischen uns."

Eingedenk eines Spruchs des früheren DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder, wonach beim FC Bayern immer eine der "Kanonen" Hoeneß, Rummenigge oder Franz Beckenbauer schieße, ergänzte Hoeneß: "Es schießt eine Kanone, die heißt Karl-Heinz Rummenigge. Hasan (Sportdirektor Salihamidzic, d.Red.) und ich stehen voll hinter ihm und reichen ihm die Kugeln, das bedeutet, dass die, die mit uns Ärger kriegen, wieder aufpassen müssen. Herr Grindel lässt grüßen!"

Keine "Renterbande"

Hoeneß (65) wehrte sich zudem gegen den Eindruck, beim FC Bayern sei eine "Rentnerbande" am Werk. "Vielleicht können wir nicht mehr so schnell laufen, aber unser Hirn funktioniert noch hundertprozentig." Der Klub sei "wieder einmal in einem wunderbaren Zustand, alles ist schön. Ich stehe als Präsident des FC Bayern München hier als total zufriedener Mensch."

Allerdings gelte es, der Herausforderung durch Milliardenklubs wie PSG weiter "kreativ" zu begegnen. Schlüssel hierfür sei das neue Nachwuchsleistungszentrum. "Daran lassen wir uns messen. Schaun mer mal, ob es künftig noch notwendig ist, hunderte von Millionen Dollars auszugeben", sagte Hoeneß.