Ukrainischer Ex-Präsident dementiert jeden persönlichen Kontakt mit Manafort

Nach Berichten über Lobbyarbeit des früheren Wahlkampfchefs von US-Präsident Donald Trump für die Ukraine hat der gestürzte ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch jeden persönlichen Kontakt zu diesem geleugnet. "Ich hatte niemals persönlichen Kontakt zu Paul Manafort", sagte der im russischen Exil lebende Janukowitsch am Freitag bei einer Pressekonferenz in Moskau.

Der frühere ukrainische Präsident räumte ein, Manafort habe nach der Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2010 als Berater für die Präsidialverwaltung in Kiew gearbeitet. Er habe jedoch "nicht persönlich einen Vertrag mit Paul Manafort unterzeichnet". Seit er die Ukraine nach seinem Sturz im Jahr 2014 verlassen habe, habe Manafort "weder gesehen noch von ihm gehört". Auch habe er niemals mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über Manafort gesprochen. Derartige Unterstellungen seien "absurd", sagte Janukowitsch.

Der US-Sonderermittler zur Russland-Affäre um Trumps Team, Robert Mueller, hatte in der vergangenen Woche eine neue Anklageschrift gegen Trumps Ex-Wahlkampfleiter Manafort vorgelegt. Darin warf er diesem vor, heimlich eine Gruppe europäischer Ex-Politiker unter Führung eines "ehemaligen europäischen Kanzlers" für Lobbyarbeit zugunsten prorussischer Politiker in der Ukraine bezahlt zu haben.

Manafort war im Juni 2016 zu Trumps Wahlkampfleiter ernannt worden. Zwei Monate später musste er den Posten wieder abgeben, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, er habe mehr als zwölf Millionen Dollar von der Partei Janukowitschs erhalten.