Die ukrainische Filmszene im Fokus auf dem Filmfestival in Cannes

Beim Filmfestival in Cannes geht es nicht nur um den roten Teppich. Hinter den Kulissen gibt es auch den Filmmarkt mit dem internationalen Dorf. In diesem Jahr sind mehr als 80 Länder aus der ganzen Welt in 60 Pavillons vertreten.

Die Europäische Kommission hält einen Stand mit dem Namen "Creative Europe Media". Ein Treffpunkt für alle europäischen Medienunternehmerinnen und -unternehmer. Thema: Welche Herausforderungen und Trends gibt es in der Filmszene nach zwei Jahren Pandemie.

Margaux Lacoste vom "Europe Creative Desk", erklärt, "die Europäische Kommission und ihr Programm sind sehr froh, wieder mit der gesamten internationalen Industrie in Cannes dabei zu sein. Wir sind stolz, dieses Jahr in Cannes mit 15 Filmen vertreten zu sein. Unter ihnen drei im Wettbewerb. Und wir sind stolz, Filme in allen Kategorien dabei zu haben. Wir sind auch hier wegen des Filmmarkts, die Geschäfte gehen endlich weiter. Wir haben einen sehr vollen und überfüllten Medienstand, der dazu dient, dass sich europäische Medienleute treffen und miteinander Geschäfte machen."

Unter den Filmen im Wettbewerb ist "Triangle of Sadness" des Schweden Ruben Östlund. Ein Film über eine Luxusjacht, die wie die Titanic aussieht. Der Regisseur gewann bereits 2017 die goldene Palme für "The Square".

Heute sieht sich Europa mit vielen Herausforderungen konfrontiert: die voranschreitende Digitalisierung, die Auswirkungen der Covidkrise und des russischen Kriegs in der Ukraine.

Lacoste sagt, "was die Filmindustrie und die Filme in Cannes betrifft, haben sich die EU-Kommission, der Filmmarkt und das Festival dazu verpflichtet, zu helfen und die Ukraine in den Fokus zu rücken. Zum Beispiel haben wir in diesem Jahr einen Ukraine-Pavillon. Außerdem wollten wir viele ukrainische Filmschaffende und Projekte hier haben. Mit dem Fokus wollen wir den Menschen die sehr lebendige audiovisuelle Industrie der Ukraine näher bringen."

In diesem Jahr sind mehrere ukrainische Filme in der Auswahl vertreten. In der Kategorie "Un certain regard" wird "Butterfly Vision" gezeigt.

Die 29-jährige Soldatin Lilia kehrt von der Front zurück und entdeckt, dass sie nach zwei Monaten Gefangenschaft schwanger ist - von ihrem Wächter, der sie vergewaltigte.

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