Ukraine und prorussische Rebellen werfen sich Bruch des Waffenstillstands vor

Das ukrainische Militär und die prorussischen Rebellen haben sich am Freitag gegenseitig vorgeworfen, die neue Waffenruhe in der Ostukraine zu verletzen. Sie war um Mitternacht in Kraft getreten

Das ukrainische Militär und die prorussischen Rebellen haben sich am Freitag gegenseitig vorgeworfen, die neue Waffenruhe in der Ostukraine zu verletzen. Ein ukrainischer Scharfschütze habe einen Soldaten der Volksrepublik Donezk getötet, hieß es auf der Internetseite der Rebellen unter Berufung auf ihren Kommandeur Eduard Basurin.

Das ukrainische Verteidigungsministeriums erklärte, wenige Minuten nach Inkrafttreten der Feuerpause um Mitternacht hätten die Rebellen das Dorf Talakiwka in der Donezkregion angegriffen. Die ukrainische Armee habe jedoch nicht zurückgeschossen.

Kiew meldete zudem den Tod eines Regierungssoldaten. Er sei Verletzungen erlegen, die er bereits vor dem Waffenstillstand erlitten hatte.

Die neue Waffenruhe war am Mittwoch von der Ukraine-Kontaktgruppe mit den Rebellen vereinbart worden. Anlass ist der Beginn des neuen Schuljahrs in der Ostukraine. Zuletzt hatten die Konfliktparteien im Juni eine Waffenruhe während der Erntezeit vereinbart, die vom 24. Juni bis zum 31. August dauern sollte.

In der Ostukraine kämpfen prorussische Rebellen seit April 2014 gegen ukrainische Regierungssoldaten. Dabei wurden nach UN-Angaben getötet. Kiew und der Westen werfen Russland die militärische Unterstützung der Rebellen vor, was Moskau bestreitet.