Ukraine: Möglicher Fluchtkorridor aus Mariupol am Samstag

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KIEW (dpa-AFX) - Ukrainischen Angaben zufolge könnte am Samstag eine Evakuierung aus der stark zerstörten ukrainischen Hafenstadt Mariupol stattfinden. "Es besteht die Möglichkeit, dass wir in der Lage sein werden, einen humanitären Korridor aus Mariupol zu öffnen", teilte die Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am späten Freitagabend auf Facebook mit.

Wereschtschuk nannte als Sammelpunkt für 10.00 Uhr am Samstag ein Einkaufszentrum im Norden der Stadt, das direkt an einer der Ausfahrtsstraßen liegt. Sie schrieb weiter, dass Fluchtkorridore aus der Stadt bereits mehrmals gescheitert seien und dass sie verstehe, wie schwer dies für die Menschen sei. "Sie und ich müssen es aber so oft versuchen, bis es klappt." Konkrete Details wolle sie am Samstagmorgen mitteilen.

Zur Situation verbliebener ukrainischer Kämpfer und Zivilisten aus dem belagerten Stahlwerk Asovstal gab es widersprüchliche Berichte. Die russische Agentur Tass schrieb am Freitagabend unter Berufung auf Angaben der "Volksmiliz" der Separatisten in der Region Donezk, dass keine ukrainischen Kämpfer einen "humanitären Korridor" genutzt hätten, um sich zu ergeben oder Zivilisten zu evakuieren. Von Kiew gab es davor am Freitag den Vorwurf, dass russische Truppen Zivilisten am Verlassen des Stahlwerks hinderten. Russland hatte Mariupol trotz ukrainischen Widerstands um das Stahlwerk Azovstal diese Woche für komplett erobert erklärt.

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