Ukraine-Krieg dämpft Auftragseingang im Maschinenbau

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges haben sich im März in den Auftragsbüchern der deutschen Maschinenbauer niedergeschlagen. Die Bestellungen sanken gegenüber dem Vorjahresmonat bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 4 Prozent, wie der Branchenverband VDMA am Dienstag mitteilte. "Fehlende Aufträge oder gar Auftragsstornierungen aus Russland und der Ukraine dürften ebenso zu diesem Rückgang geführt haben wie eine allgemein stärkere Kaufzurückhaltung verunsicherter Investoren", erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Zudem machten sich die Lieferkettenprobleme wieder stärker bemerkbar, unter anderem in Folge des Corona-Lockdowns in Shanghai. Die Inlandsorders verringerten sich um 3 Prozent, die Bestellungen aus dem Ausland um 5 Prozent.

Trotz des Rückgangs im März verbuchten die Unternehmen der exportorientierten Branche im ersten Quartal insgesamt noch ein Auftragsplus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der VDMA hatte angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine seine Prognose für dieses Jahr zuletzt deutlich gesenkt. Statt eines ursprünglich erwarteten Produktionszuwachses von real 7 Prozent wird nun mit einem Plus von 4 Prozent gerechnet.

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