UBS-Präsident Weber warnt „Krypto-Nation“ Schweiz vor Bitcoins


Der Handel mit Kryptowährungen kommt für die Schweizer Großbank UBS nicht in Frage. Die Digitalisierung biete zwar Chancen für die Bankenbranche, sagte Verwaltungsratschef Axel Weber auf der Generalversammlung des Konzerns. Kryptowährungen wie den Bitcoin sieht Weber jedoch kritisch. „Sie sind oft intransparent und können daher missbraucht werden“, warnte der Manager am Donnerstag in Basel.

Virtuelle Währungen seien im besten Fall „hochspekulative Anlagevehikel“, schlimmstenfalls ermöglichten sie „Terrorfinanzierung, Geldwäsche und andere kriminelle Machenschaften“, sagte Weber. Diesen Risiken müssten sich Investoren bewusst sein.

Schon vorher hatte Weber klargestellt, dass die Bank keine Bitcoin-Geschäfte machen will. Der ehemalige Bundesbank-Chef hatte 2012 den Verwaltungsratsvorsitz bei der UBS übernommen.

Weber sieht im Boom der virtuellen Währungen auch eine mögliche Gefahr für die Schweiz: „Hier muss der Finanzplatz aufpassen, dass er kein Reputationsrisiko eingeht“.

Günstige Rahmenbedingungen und aktives Lobbying hatten der Eidgenossenschaft einen regelrechten Krypto-Boom beschert. Vor allem im Zuger „Crypto Valley“ siedelten sich zahlreiche Start-ups an, die mit virtuellen Währungen frisches Kapital einwarben.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann schwärmte gar von einer „Krypto-Nation“ Schweiz. Der Kurseinbruch des Bitcoin hatte die Euphorie zuletzt allerdings gedämpft.