Uber muss Testfahrten in Kalifornien stoppen

Nach dem tödlichen Unfall eines autonom fahrenden Uber-Testwagens wird die Lizenz des Fahrdienstvermittlers für Probefahrten in Kalifornien nicht verlängert und auch Nvidia stoppt seine Tests mit Roboterautos.

US-Fahrdienstvermittler Uber muss Testfahrten mit autonomen Autos in Kalifornien vorerst aufgeben. Eine am Samstag auslaufende Lizenz für Probefahrten werde nicht verlängert, teilte das kalifornische Amt für Kraftfahrzeuge dem Unternehmen am Dienstag mit. Sollte Uber wieder autonome Autos auf den Straßen testen wollen, müsste die Firma eine neue Erlaubnis beantragen und dabei Bezug auf Ermittlungen zum tödlichen Unfall mit einem Roboterauto in Arizona nehmen, hieß es weiter.

Am 18. März hatte ein selbstfahrender Uber-Geländewagen nahe Phoenix eine Fußgängerin erfasst. Die Frau kam ums Leben. Es war der erste tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto in den USA. Uber stellte das Testprogramm in Kalifornien, Pennsylvania, Arizona und der kanadischen Provinz Ontario ein. Am Montag entzog Arizonas Gouverneur Doug Ducey dem Fahrdienstvermittler vorerst die Lizenz für Probefahrten. Sollte Uber die Tests wieder aufnehmen, bliebe das Verbot in Arizona weiter bestehen, teilte das Gouverneursbüro mit.

Derweil wurde bekannt, dass der Chiphersteller Nvidia seine Tests mit autonom fahrenden Fahrzeugen weltweit aussetzen will. Der Grund sei der tödliche Unfall Ubers, sagte eine Nvidia-Sprecherin. Auf öffentlichen Straßen werde es daher vorerst keine weiteren Tests geben. Unter anderem liefen diese in den USA, Japan und Deutschland.

Nvidia-Chips und -Software kommen in großem Stil bei Anwendungen mit künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Auf dieser Basis entwickelt der Konzern auch Technologie zum autonomen Fahren und kooperiert dabei unter anderem mit Volkswagen. Die Aktie von Nvidia verlor nach der Ankündigung zeitweise mehr als acht Prozent an Wert.