U5-Verlängerung: Neuer U-Bahnhof Rotes Rathaus: Ein Festsaal unter der Erde

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Berlin. Der Blick von Oliver Collignon geht rüber auf das Rote Rathaus. „Wir stehen vor einem der wichtigsten Gebäude Berlins.“ Das Rathaus sei nicht nur Regierungssitz, sondern auch Symbol des Bürgertums in der Stadt, sagt er. In direkter Nachbarschaft des mächtigen Backsteinturms, auf dessen Vorplatz hat Collignon nun selbst einen großen baulichen Wurf vollenden können – oder viel mehr darunter: Der Architekt hat den neuen U-Bahnhof Rotes Rathaus entworfen. Am Freitag eröffnet die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 in Mitte. Statt am Alexanderplatz zu enden, führt die aus Hönow kommende Verbindung dann weiter bis zum Hauptbahnhof. Auf dem dann in Betrieb genommenen Lückenschluss hält sie zunächst an der komplett neuen Station Rotes Rathaus.

U-Bahnlinie U5: Verlängerung verzögerte sich durch archäologische Ausgrabungen

Deren erste Entwürfe hat Collignon bereits in den 1990er-Jahren gestaltet, als das Projekt U5-Verlängerung im Zuge der Wiedervereinigung und des Regierungsumzugs seinen ersten Schwung bekam. Als diese Planungen durch Verzögerungen und Stopps im Projekt zunächst nicht realisiert wurden, entwarf Collignon 2009 einen vollkommen neuen Bahnhof. Auch dieser Plan war nur ein Jahr später Makulatur, als bei archäologischen Grabungen Reste des ersten mittelalterlichen Rathauses von Berlin aus dem 13. Jahrhundert zu Tage traten. Wieder musste ein neuer Entwurf her, der dem dadurch geringer gewordenen Platz Rechnung trug und die Möglichkeit bot, möglichst viel der Funde an Ort und Ste...

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