Deutschland nach Klatsche raus

Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Kanada die nächste Lehrstunde erhalten und tritt nach der dritten Klatsche im fünften Spiel die Heimreise an.

Gegen die USA unterlag das DEB-Team im Viertelfinale in Moncton mit 1:11 (0:3, 0:5, 1:3). Zuvor war das Team von Bundestrainer Tobias Abstreiter in der Gruppenphase gegen Rekordweltmeister Kanada (2:11) und Tschechien (1:8) chancenlos geblieben.

"Sehr positiv war, dass wir unser internes Ziel, das Viertelfinale, erreicht haben", sagte Abstreiter trotz der deutlichen Niederlage: "Natürlich ist das ein bitteres Ende, wenn man so im Viertelfinale ausscheidet, ohne Chance und fast ohne Gegenwehr. Aber ich denke, dass das Positive überwiegt."

Bereits nach neun Minuten lag die DEB-Auswahl mit 0:3 hinten, ehe die USA das Ergebnis in die Höhe schraubten. Den Ehrentreffer zum 1:11 erzielte Luca Hauf (57.) wenige Minuten vor der Schlusssirene.

Wie Abstreiter zog auch DEB-Sportdirektor Christian Künast eine insgesamt positive Bilanz, sah aber viel Verbesserungspotenzial für die Zukunft.

Für eine Überraschung oder gar Sensation habe dem Nachwuchs „einfach noch sehr viel“ gefehlt, sagte der ehemalige Eishockeytorwart: „Die Analyse nach dem Turnier wird auch Aspekte zeigen, wo wir international nicht auf dem Level sind, was es braucht, um erfolgreich zu sein - aber es gehört dazu, solche Punkte anzusprechen, wenn man besser werden will.“

DEB-Coach Abstreiter hatte den Einzug unter die besten acht Teams vor dem Turnier als Minimalziel ausgegeben. Bereits bei der vergangenen WM war die deutsche U20-Auswahl bis ins Viertelfinale vorgestoßen.