Twitters Hunger Games: Elon Musks erstes Wochenende bei Twitter und Mitarbeiter, die um ihren Job kämpfen

Die Twitter-Mitarbeiter befürchten unter ihrem neuen Chef Elon Musk eine Entlassungswelle.  - Copyright: Anadolu Agency / Kontributor
Die Twitter-Mitarbeiter befürchten unter ihrem neuen Chef Elon Musk eine Entlassungswelle. - Copyright: Anadolu Agency / Kontributor

Elon Musk hat den Kurznachrichtendienst Twitter für 44 Milliarden US-Dollar gekauft. An diesem Wochenende hat er die Mitarbeiter auf die Probe gestellt, um zu sehen, wer in der Lage ist, unter seiner neuen Leitung zu arbeiten. Ein aktueller Manager bezeichnete Musks Übernahme als „anders als alles andere in meiner 20-jährigen Karriere“.

Eine Reihe von Musks Freunden und hochrangigen Mitarbeitern wurden am Wochenende in das interne Verzeichnis von Twitter und Slack aufgenommen, wo Musk selbst als Chef aufgeführt ist. Risikokapitalgeber David Sacks, Angel-Investor und Freund Jason Calacanis sowie Steve Davis, Chef von Musks The Boring Company, wurden demnach in das offizielle Mitarbeiterverzeichnis aufgenommen.

Die Männer waren alle unter dem Titel "Staff Software Engineer" aufgeführt. Es wird angenommen, dass die Bezeichnung ein Platzhalter für den Titel ist, den sie in den kommenden Tagen erhalten könnten. Calacanis seinerseits änderte seine Twitter-Beschreibung in „Chief Meme Officer“ der Plattform. Sacks hat seine Arbeit bei Twitter nicht öffentlich erwähnt. Alex Spiro, Musks langjähriger Anwalt, arbeitet ebenfalls an der Umstellung und fungiert de facto als Leiter der Rechtsabteilung des Unternehmens.

"Dein Job steht auf dem Spiel"

Die Twitter-Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen wenig oder gar keine Kommunikation von Musk oder seinem Führungsteam erhalten, schildern es drei Angestellte auf Anfrage von Insider. Alle baten darum, nicht genannt zu werden. Dennoch haben viele Angestellte des Unternehmens das Wochenende durchgearbeitet, insbesondere diejenigen, die sich entschieden haben, bei Twitter zu bleiben.

Die Mitarbeiter wollten jetzt nah am Geschehen sein, wie ein Vertrauter zu uns sagt. Unter den Angestellten gebe es das Gefühl, dass sie einem Test unterzogen würden, damit Musk diejenigen aussortieren könne, die nicht hart arbeiteten.

„Das ist es“, sagt einer der Insider und beschrieb das Gefühl im Unternehmen unter Musk. "Dein Job steht auf dem Spiel." Viele Mitarbeiter wurden über das Wochenende mit „Sprints“ beauftragt, in denen Zeiträume für die zu erledigende Codierungsarbeit festgelegt wurden. „Code Review“-Meetings mit hochrangigen Angestellten fänden ebenfalls regelmäßig statt, wie es heißt. Es wird angenommen, dass Musk durch die Meetings herausfinden will, welche Abteilungen innerhalb von Twitter gekürzt werden können.

Eine erste Entlassungswelle wird ab Montag befürchtet. Wer am Ende bleibt und wer gehen muss, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.