Twitter-Zentrale: Dieser Berliner hat die Hass-Tweets in Hamburg gesprüht

Es waren zahlreiche rassistische Botschaften, die am Freitag vor der Konzern-Zentrale aufgetaucht sind. Nun outet sich der Urheber.

Das Geheimnis um die Hassbotschaften vor der Twitter-Zentrale in Hamburg ist gelüftet. Wie berichtet hatte ein Unbekannter in der Nacht zu Freitag zahlreiche Tweets mit antisemitischen und rassistischen Inhalten auf den Boden vor der Zentrale gesprüht. Sprüche wie "Lass mal wieder zusammen Juden vergasen.. Die Zeiten damals waren schön", oft inklusive der User-Namen, waren dort zu lesen. "Ey Twitter, warum löscht ihr sowas nicht?" stand daneben, und: "Bussi, SS".

Nun hat sich der Berliner Satiriker Shahak Shapira als "SS" geoutet. Mit einem Video bekennt er sich zu der Tat. "In den vergangenen Monaten habe ich über 300 Hass-Tweets gemeldet", schreibt er dazu. "Twitter hat es nicht geschafft, die meisten davon zu löschen, also habe ich sie vor ihr Büro gesprüht." Der Kurznachrichtendienst habe ihm nie Rückmeldung gegeben, sagt er im Video. "Wenn Twitter mich zwingt, diese Dinge zu sehen, dann müssen sie es auch zu sehen bekommen."

Bild Nr. 1:
Shahak Shapira liebt die Provokation Johann Sebastian Hänel

Die Graffitis haben bei vielen für Irritationen gesorgt. Manche vermuteten gar Nazis hinter der Aktion.

Nicht zum ersten Mal beweist der aus Israel stammende Neuköllner seine Fähigkeiten in Sachen Provokation. Anfang des Jahres protestierte er mit dem Projekt "Yolocaust" gegen Besucher des Berliner Holocaust-Mahnmals, die inmitten der Steelen ausgelassene und alberne Fotos von sich knipsten. Er lud die Fotos herunter und montierte sie in historische KZ-Bilder hinein. Auch damals hagelte es neben Zustimmung harsche Kritik.

Angesichts der Gr...

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