Twitter-Streit: Trump-Mitarbeiterin nennt Journalistin April Ryan „Miss Piggy“

US-Journalistin April Ryan wurde von einer Trump-Mitarbeiterin auf Twitter beleidigt. (Bild: Getty Images)

Lynne Patton, eine enge Mitarbeiterin der Trump-Regierung, hat in einem Twitter-Streit der US-Journalistin April Ryan einen ekligen Spitznamen verpasst. Die Beleidigung löste eine große Diskussion bei Twitter aus.

Angefangen hatte der Ärger, als April Ryan im Gespräch mit dem Nachrichtensender CNN erzählte, dass Trump und das Weiße Haus einen „Krieg“ gegen die Presse führen würden. „Ich habe mit anderen Reportern gesprochen“, sagte sie und machte auf die schwierigen Zustände aufmerksam. „Wir haben Todesdrohungen bekommen.“


Patton, die für das US-Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung arbeitet, hatte sich über diesen Auftritt lustig gemacht und April Ryan in diesem Zusammenhang „Miss Piggy“ genannt. Zwischen den Frauen war darauf ein unschöner Schlagabtausch auf Twitter ausgebrochen. Patton, die vor ihrem Ministeriumsjob als Hochzeitsplanerin und Stiftungsmitarbeiterin der Trump-Familie gearbeitet hatte, beschimpfte die anerkannte Autorin und Weiße-Haus-Korrespondentin dabei auch als „Bloggerin“.


Das Original: Miss Piggy. (Bild: ddp Images)


Schlussendlich hatte Patton ihren Tweet, der den Streit ausgelöst hatte, doch noch gelöscht. Sie erklärte darauf, dass dieser Schritt ihre eigene Entscheidung war. „Es war unter meiner Würde und ich entschuldige mich bei April Ryan. Meine Eltern haben mich dazu erzogen, andere zu respektieren und ich bereue meine Antwort“, schrieb sie und entschuldigte sich zudem bei ihrem Vorgesetzten, US-Senator Ben Carson, und der gesamten Trump-Familie.


Bevor Patton ihren „Miss Piggy“-Tweet jedoch löschen konnte, war der Streit der Frauen auch einigen Twitter-Nutzern aufgefallen, viele forderten den Rücktritt der Politikerin. Wie „CNN.com“ berichtet, war auch US-Senator Carson von dem Vorfall „zutiefst enttäuscht“ und entschuldigte sich bei Ryan.

Gegenüber dem US-Magazin „People“ erklärte Ryan aber, dass die ganze Angelegenheit für sie noch lange nicht vom Tisch sei. „Es ist nicht gelöst, überhaupt nicht. Die Dinge, die sie sagte, waren schrecklich“, merkte Ryan über Pattons Beleidigungen an. „Sie hat nicht nur über mich gesprochen, sie hat über die Firma gesprochen, für die ich gearbeitet habe“, fasste die Journalistin zusammen und stellte klar: “Alles Lügen. Es ist nicht vorbei.” Ob sie rechtliche Schritte einleiten werde, wollte sie dem Magazin aber noch nicht verraten.