Twitter-Investor steigt bei Berliner Bau-Startup ein

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Christoph Berner, Fritz Cramer und Maximilian Seifert (v.l.n.r.) profitieren vom Bau-Boom in der Corona-Pandemie.
Christoph Berner, Fritz Cramer und Maximilian Seifert (v.l.n.r.) profitieren vom Bau-Boom in der Corona-Pandemie.

Das Berliner Startup Cosuno ist zwei Jahre alt und hat schon einen der Top-VCs der Gründerszene von sich überzeugt. In seiner Series A angelt sich die Software-Firma den milliardenschweren Kapitalgeber Spark Capital, der Unternehmen wie Twitter, Tumblr und Postmates großgemacht hat. Hierzulande ist der US-amerikanische VC etwa in Getyourguide und Tourlane investiert.

Für sein Bau-Tool hat Cosuno in der aktuellen Runde insgesamt 12,5 Millionen Euro eingesammelt. Neben den Altgesellschaftern Cherry Ventures, dem Gerüstehersteller Peri und den Auto1-Gründern Hakan Koç sowie Christian Bertermann sind noch neue Angels eingestiegen: Getyourguide-CEO Johannes Reck, Szene-Urgestein Carsten Thoma, der seine Software-Firma Hybris 2013 für über eine Milliarde Euro an SAP verkaufte, und die neuen Unicorn-Chefs Nicolaus Schefenacker, Julius Köhler sowie David Nothacker von Sennder. Obendrein beteiligte sich Apic Investments, ein Vehikel des Österreicher Immobilienkonzerns und gleichzeitig auch der Karstadt-Mutter Signa.

Über 80.000 Handwerkerbetriebe in der Datenbank

Cosuno wurde 2019 von Christoph Berner, Fritz Cramer und Maximilian Seifert gegründet. Berner hatte vorher kurze Stationen bei Rocket Internet und Foodora, Cramer war beim mittlerweile insolventen Umzugsunternehmen Move24 angestellt, Seifert arbeitete als Entwickler beim Berliner App-Inkubator Ioniq. Mit Cosuno digitalisieren sie die Baubranche, bringen Projektleiter mit Estrichlegern, Dachdeckern und anderen Subunternehmern zusammen.

Kunden sind etwa Architekten und Bauunternehmer, die für die Saas-Software eine monatliche Gebühr zahlen. Suchen sie für ein Bauvorhaben Nachunternehmer, schreiben sie das Projekt über das Portal aus. Die jeweiligen Handwerker, die sich im Umkreis befinden, bekommen daraufhin eine Benachrichtigung mit den wichtigsten Eckdaten. Für sie ist der Service kostenlos.

Über Cosuno geben sie an, ob sie Interesse haben und bewerben sich dann gegebenenfalls mit einem Angebot. Der Leiter kann die jeweiligen Einsendungen dann auf dem Portal miteinander vergleichen und per Klick den Zuschlag geben. Gibt es zu viele Absagen, kann der Radius vergrößert werden, sodass keine Engpässe entstehen sollen. Mehr als 80.000 Nachunternehmer befinden sich in der Datenbank von Cosuno.

Wie viel das Berliner Startup damit umsetzt, will es auf Gründerszene-Nachfrage nicht sagen. Nur so viel: Über die Plattform seien Projekte im Wert von einer Milliarde Euro vermittelt worden. Die Bau-Branche boomt. Trotz der Corona-Pandemie erreichte das Gewerbe laut Statista im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz. Die hohe Nachfrage führt soweit, dass das Material knapp wird, es dadurch zu Verzögerungen kommt und die Preise steigen. Hier will Cosuno eingreifen und aufgrund der schnellen Kontaktaufnahme über das Portal Kapazitäten besser verteilen.

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