Tweet-Panne: Donald Trump verwechselt „Vogue“-Chefin Anna Wintour

Bilder: AP Photo

Sie ist seit 30 Jahren Chefredakteurin der amerikanischen „Vogue“. Doch US-Präsident Donald Trump scheint das vergessen zu haben. Als er in einem Tweet über das Magazin und seine Ex-Konkurrentin Hillary Clinton lästern wollte, ordnete er die Mode-Ikone fälschlicherweise einer anderen berühmten Zeitschrift zu.

In dem Tweet, auf den Trump reagierte, ging es zunächst gar nicht um Anna Wintour – sondern um Hillary Clinton. Nach der verlorenen US-Präsidentschaftswahl war die Häme vieler Medien groß. An Weihnachten postete die US-Zeitschrift „Vanity Fair“ zum Beispiel ein Video, in dem der 70-Jährigen sechs Neujahrsvorsätze empfohlen wurden. Etwa, sie könne doch mit dem Stricken anfangen oder einen Improvisationstheater-Kurs belegen. Nicht gerade schmeichelhaft.


Die Kritik an dem Video war deshalb groß. Schauspielerin Patricia Arquette schrieb auf Twitter: „Hey, hört auf, Frauen vorzuschreiben, was sie tun sollen oder tun können. Kommt klar mit eurem Mutter-Komplex.“


Nach zahlreichen Protesten, das Video sei sexistisch und anti-feministisch, entschuldigte sich die „Vanity Fair“ schließlich in einer Stellungnahme: „Es war humorvoll gemeint und wir bereuen es, dass wir übers Ziel hinausgeschossen haben.“

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Und auch Donald Trump äußerte sich nun zu dem Video. Doch nicht etwa, um seine ehemalige Konkurrentin ums Weiße Haus zu verteidigen. Stattdessen lästerte er über die Demokratin und setzte darüber hinaus zu einem Rundumschlag an: „Die Vanity Fair, die aus dem letzten Loch zu pfeifen scheint, reißt sich ein Bein aus, um sich für den kleinen Angriff auf die betrügerische Hillary zu entschuldigen. Anna Wintour, die schon bereitstand, um Botschafterin in Großbritannien zu werden und eine Fundraiser-Aktion für die betrügerische Hillary veranstaltete, ist außer sich vor Trauer und bettelt um Vergebung!“


In seinem Tweet scheint Trump jedoch etwas durcheinander gebracht zu haben. Denn Anna Wintour ist die Chefin der „Vogue“ – und nicht der „Vanity Fair“. Zwar ist Wintour auch künstlerische Direktorin des Verlags Condé Nast, der beide Zeitschriften herausgibt. Mit der Blattlinie von „Vanity Fair“ hat die 68-Jährige allerdings nichts zu tun.

Trump hat in der Vergangenheit schon öfters auf Twitter gegen die „Vanity Fair“ gewettert. Nie hat er aber offenbar Anna Wintour für deren Chefin gehalten. Und auch über die Mode-Ikone dachte der US-Präsident vor einigen Jahren noch ganz anders. Im Jahr 2012, als Gerüchte umgingen, dass Wintour Botschafterin der USA in Großbritannien werden sollte, twitterte Trump: „Freut mich zu hören, dass Präsident Obama Anna Wintour als Botschafterin in Betracht zieht. Sie ist eine Gewinnerin und sehr schlau!“


Dass sich die von Trump so stark kritisierte „Vanity Fair“ nun bei Hillary Clinton entschuldigt hat, dürfte den mächtigsten Mann der Welt gekränkt haben. Schließlich postete das Magazin vor wenigen Tagen auch ein Video mit ähnlichem Inhalt über den Präsidenten. Dafür hat sich die Zeitschrift jedoch bis heute nicht entschuldigt.

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