Das TV-Duell der Kanzlerkandidaten schauten weniger Menschen als 2013

Schulz und Merkel beim TV-Duell

Das TV-Duell von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Herausforderer Martin Schulz am Sonntagabend hat weniger Menschen vor den Bildschirm gelockt als die entsprechende Übertragung vor der Bundestagswahl 2013. Insgesamt schauten sich gut 16 Millionen Zuschauer das Aufeinandertreffen der beiden Kandidaten an, wie die ARD am Montag mitteilte.

Vor vier Jahren hatten sich 17,64 Millionen Menschen den Schlagabtausch zwischen Merkel und ihrem damaligem SPD-Herausforderer Peer Steinbrück angeschaut. Den Rekord hält weiterhin das Duell von Merkel und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder aus dem Jahr 2005, das es auf rund 21 Millionen Zuschauer brachte.

Insgesamt brachte es das TV-Duell am Sonntagabend auf einen Marktanteil von knapp 46 Prozent. Die meisten Zuschauer verbuchte den Angaben zufolge die ARD: Sie brachte es mit 9,33 Millionen Zuschauern auf einen Marktanteil von 26,5 Prozent. 3,72 Millionen Zuschauer - und damit 10,6 Prozent - entschieden sich für das ZDF, 2,13 Millionen (6,1 Prozent) für RTL. 930.000 Zuschauer (2,6 Prozent) schauten die Sendung bei SAT.1. Bei Phoenix schalteten 120.000 Zuschauer die Live-Übertragung mit Gebärdensprache ein.

Auch beim jungen Publikum stieß das TV-Duell den Angaben zufolge auf großes Interesse: Bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern erzielte die Live-Sendung aus Berlin in der ARD einen Marktanteil von 22,3 Prozent. RTL erreichte in dieser Altersgruppe einen Marktanteil von 9,9 Prozent, das ZDF 7,3 Prozent und SAT.1 3,8 Prozent.