Türschlösser: Bei diesen Modellen haben es Einbrecher schwer

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: Stiftung Warentest)

In der dunklen Jahreszeit häufen sich die Einbrüche. Mit einem guten Türschloss machen Sie Langfingern die Arbeit schwer. Stiftung Warentest hat zwölf Doppelschließzylinder getestet – die Hälfte wehrte sich erfolgreich gegen Einbruchversuche.

Die Zahl der Einbrüche steigt Jahr für Jahr. Wenn die Tage kürzer werden, herrscht Hochsaison für Kriminelle. Hundertprozentigen Schutz gegen Einbrüche gibt es leider nicht. Aber wer es Dieben schwer macht, hat eine Chance, dass sie aufgeben.

Je länger Einbrecher brauchen, um eine Tür zu öffnen, desto eher laufen sie Gefahr, entdeckt zu werden. Schaffen sie es nicht innerhalb von drei Minuten ein Fenster oder eine Tür zu öffnen, geben sie in der Regel auf. Bei mehr als einem Drittel aller Einbrüche bleibt es deshalb beim Versuch, so die Erfahrungswerte der Polizei.

Viele halten länger als drei Minuten

Stiftung Warentest hat zwölf Schließzylinder zwischen 14 und 92 Euro getestet. Um ihre Qualität zu überprüfen, haben die Tester sowohl rabiate als auch „feine“ Methoden der Einbrecher angewendet. Sie versuchten die Schlösser herauszuziehen, aufzubohren, abzudrehen und zerstörungsfrei zu öffnen. Ergebnis: Die Hälfte der Modelle schnitt „sehr gut“ bei der Einbruchhemmung ab und hielt deutlich länger durch als drei Minuten.

Testsieger ist der Schließzylinder von Dom für 77 Euro, der laut Hersteller einen erhöhten Bohr- und Ziehschutz bietet. Knapp dahinter platzierte sich das teuerste Schloss im Test, es kommt von Kaba und kostet 91,50 Euro. Aber es geht auch günstiger: Stiftung Warentest empfiehlt den Schließzylinder von Iseo für 30 Euro. Der schützt laut Testbericht ebenfalls „sehr zuverlässig“, schnitt aber nur mit dem Gesamturteil „Befriedigend“ ab, weil die Prüfer Mängel bei der Kennzeichnung feststellten.

Die schlechteren der zwölf Schlösser, waren beim aktuellen Test schnell zerstört und dann einfach zu öffnen. Vier Kandidaten schnitten bei der Einbruchhemmung mit „Mangelhaft“ ab. Darunter auch das günstigste Schloss von Bauhaus „Stabilit Extra“ für 14 Euro sowie die hochpreisigen Schlösser von Evva für 89, 50 Euro und Ikon für 84 Euro.

Bei vielen Schlössern bemängelte Stiftung Warentest die Kennzeichnung. Für Laien sei es meist schwer, verständliche Angaben zur Sicherheit und Ausstattung eines Zylinders zu finden. Die Verbraucherschützer raten deshalb dazu, sich von Fachpersonal beraten zu lassen. Wichtige Merkmale seien Bohr- und Ziehschutz sowie eine hohe Verschlusssicherheit. „Dazu gehört, dass mindestens fünf Stifte den Zylinder blockieren. Zudem darf der Zylinder nicht mehr als drei Millimeter aus dem Schloss ragen. Einbrecher könnten ihn sonst mit der Zange abbrechen“, so die Experten.

Den vollständigen Testbericht von Stiftung Warentest zum Thema „Türschlösser“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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