Turnen: Turner wollen noch mehr Kinder bewegen

Vorzeigeturnerin: Pauline Schäfer ist Weltmeisterin am Schwebebalken

Berlin.  Viele kleine Kinder sind mit Begeisterung dabei. Sie tanzen, hüpfen, klettern, balancieren und lachen in der Turnhalle des SC Siemensstadt. Da ist ordentlich Bewegung drin. Auch ihre Eltern wirken zufrieden, haben einmal Ruhe, während die Kids sich austoben. Das nennt man eine Win-win-Situation. Genau wie die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Turner-Bund (DTB), der in Berlin seine "Offensive Kinderturnen" startet, und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die "Kinder stark machen" will, um sie gegen spätere Gefahren, auch durch Drogen oder Nikotin, fit zu machen.

DTB ist der zweitstärkste Sportverband in Deutschland

Den Turnern, in Deutschland mit knapp fünf Millionen Mitgliedern zweitstärkster Sportverband nach Fußball, geht es darum, so viele Kinder wie möglich zu erreichen und ihnen die motorischen Grundfertigkeiten beizubringen. Also etwas, das in der modernen Gesellschaft vielen fehlt und oft zu Übergewicht oder Wohlstandserkrankungen führt. 353 Vereine und rund 10.000 Kinder in ganz Deutschland beteiligen sich an diesem Wochenende an dem Projekt.

Turnen schult nicht nur die Bewegungsfähigkeit. Ebenso wichtig ist die soziale Komponente: Die Kinder schließen Freundschaften, lernen Konflikte zu lösen, spielerisch mit Erfolg und Misserfolg umzugehen. "Wir vermitteln Lebenskompetenz und Selbstvertrauen", sagt DTB-Präsident Alfons Hölzl. Die Kampagne wird bis zum Deutschen Turnfest 2021 in Leipzig fortgeführt. Schon im nächsten Jahr, so Hölzl, sollen 700 ...

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