Turnen: Tabea Alt hält die Balance

Tabea Alt brilliert mit einer Mischung aus Konzentration und Akrobatik

Berlin.  "Einfach toll." Ulla Koch hat eine Weile überlegt, wie sie Tabea Alt beschreiben soll. Zunächst hatte die Turn-Bundestrainerin aufgezählt, wie sich die 17-Jährige für andere einsetzt, wie fokussiert sie ins Training und in ihre Wettkämpfe geht. Wie strukturiert sie ihr junges Leben führt und wie verantwortungsbewusst sie schon ist. Da lag die Zusammenfassung in zwei Worte nahe: einfach toll. Großes Lob für Tabea Alt also; dabei ist sie die jüngste der vier Frauen in der deutschen Riege, die von Mittwoch an bei den Weltmeisterschaften in Montreal (Kanada) an die Geräte gehen.

Das war sie schon 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio. Dort trug Tabea Alt trotz fehlender Erfahrung viele Punkte zum guten sechsten Rang ihres Teams bei. Seitdem gilt sie als größtes Zukunftsversprechen im deutschen Turnen. Sogar Vergleiche mit Fabian Hambüchen kamen auf, dessen Vorturnerrolle ja jetzt vorbei ist. Und für den ein Nachfolger gesucht wird. Oder eine Nachfolgerin. Hambüchen traut ihr in Montreal was zu: "Sie hat am Balken und am Mehrkampf gute Chancen", sagt er. Eine der bekanntesten deutschen Sportmarketing-Agenturen hat sie schon mal unter ihre Fittiche genommen. Nicht schlecht für eine 17-jährige Turnerin.

Jetzt in Kanada geht es aber nicht um Hambüchen. Nicht mal um Mannschaftsergebnisse, denn es ist eine Einzel-WM. Alt und Elisabeth Seitz (23) treten im Mehrkampf an, Kim Bui (28) nur am Stufenbarren, Pauline Schäfer (20) wird am Schwebebalken versuchen, die Sensation von 2015 zu wied...

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