Turkmenistans Präsident beruft Sohn ins Kabinett

Turkenistans autoritärer Präsident Gurbanguly Berdimuchamedow hat seinen Sohn ins Kabinett berufen

Turkenistans autoritärer Präsident Gurbanguly Berdimuchamedow hat seinen Sohn ins Kabinett berufen. Der 36-jährige Serdar Berdimuchamedow sei per Präsidentenerlass zum stellvertretenden Außenminister ernannt worden, vermeldete die Staatszeitung "Neutrales Turkmenistan" am Samstag. In der früheren Sowjetrepublik war seit längerem spekuliert worden, dass der Präsident seinen Sohn für höhere politische Ämter vorbereiten will.

Bei der staatlich kontrollierten Parlamentswahl am vorangegangenen Sonntag hatte Serdar Berdimuchamedow in seinem Wahlkreis nach amtlichen Angaben 91,4 Prozent der Stimmen geholt - und damit mehr als jeder andere Kandidat. Beobachter halten es für möglich, dass der seit 2006 regierende Präsident den Sohn als seinen Nachfolger aufbauen will.

Zuletzt war auch spekuliert worden, dass der Präsidentensohn zum Parlamentspräsidenten ernannt werden könnte. Als solcher wäre er laut Verfassung automatisch an die Staatsspitze gerückt, wenn das Präsidentenamt vakant wird. Zur Parlamentschefin wurde am Samstag dann aber die Abgeordnete Gulschat Mammedowa gewählt.

Gurbanguly Berdimuchamedow regiert Turkmenistan mit harter Hand und betreibt einen beträchtlichen Personenkult. Opposition wird nicht geduldet, freie Medien gibt es nicht.