Turkish Airlines: Notlandung wegen eines verdächtigen WLAN-Netzwerkes

Ein Reisender sorgte auf einem Flug in die Türkei für Aufregung. (Bild: AP Photo)

Ein Passagierflugzeug, das auf dem Weg von Nairobi nach Istanbul war, musste im Sudan einen Zwischenstopp einlegen, weil ein Fluggast sich einen schlechten Scherz erlaubt hatte. Das WLAN-Netzwerk seines Laptops hatte nämlich einen äußerst verdächtigen Namen.

Die Maschine befand sich auf dem Weg von Kenia in die Türkei. Rund zweieinhalb Stunden nachdem das Flugzeug der Turkish Airlines in Nairobi abgehoben war, entdeckten Passagiere beim surfen ein WLAN-Netzwerk, das den Namen „bomb on board“ („Bombe an Bord“) trug. Nachdem die Flugbegleiter darüber informiert wurden, legte der Pilot auf halbem Weg eine Notlandung hin – in der sudanesischen Hauptstadt Khartum, wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet.

In einem Statement von Turkish Airlines heißt es, ein Passagier habe das Netzwerk mit dem Namen „bomb on board“ während des Fluges kreiert. Und damit Crew und Passagiere in Angst und Schrecken versetzt. Bei der Zwischenlandung im Sudan mussten die rund hundert Fluggäste die Maschine verlassen. Erst nach Sicherheitschecks durch Experten, die keine Bedenken geäußert und nichts Verdächtiges gefunden hätten, durften die Passagiere wieder an Bord, heißt es in dem Statement weiter.

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Wie bei etlichen anderen Fluggesellschaften können Kunden der Turkish Airlines auf Flügen im Internet surfen. Dabei können sie das Bord-WLAN nutzen, aber auch eigene Hotspots mit individuellen Namen kreieren. Wie auch beim WLAN Zuhause sind alle Computer und Geräte, die in der näheren Umgebung über WLAN verfügen und aktiviert sind, für alle Nutzer zu sehen. So fiel auch der Name „bomb on board“ den anderen Passagieren im Netz sofort auf.

Nach dem Sicherheitscheck in Khartum konnte die Maschine wieder starten und die aufgewühlten Passagiere wurden sicher zum Zielort nach Istanbul gebracht.

Ein Passagier hatte sich einen fragwürdigen WLAN-Namen ausgedacht. (Bild: AP Photo)

Die Fluglinie gab nicht bekannt, ob der „Spaßvogel“ identifiziert werden konnte, der für den Netzwerk-Namen verantwortlich war  – und welche Konsequenzen ihm gegebenenfalls drohen.

Es ist nicht der erste Zwischenfall dieser Art. Im Mai wurde ein Flug aus Cancun, Mexiko, nach London gestrichen, weil an Bord ein WLAN-Hotspot mit dem Namen „Jihadist Cell London 1“ („Jihadisten-Zelle London 1“) entdeckt wurde.

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