Turin: Israel Abräumer beim 35. Film-Festival

Israelischer Triumph beim 35. Film-Festival von Turin: "Don`` t forget me" von Ram Nehari ist zum besten Film gekürt worden. Erzählt wird die Geschichte eines magersüchtigen Mädchens und eines Tuba spielenden Jungen. Ihre Zuneigung zueinander beginnt in einer psychiatrischen Klinik. Im Zentrum stehen Ess-Störungen und der Wunsch, normal zu sein.

Regisseur Nehari sagte in Turin:"Es ist ein Film über Menschen, über ein magersüchtiges Mädchen und einen psychotischen Jungen. Das sind Problem, die überall existieren. Man kann Israel durch die Augen der Darsteller sehen, es geht etwas drunter und drüber, weil auch das ein psychotischer Ort ist."

Die "Don`` t  forget me" Hauptdarsteller Nitai Gvirtz und Moon Shavit wurden außerdem als bester Schauspieler und beste Schauspielerin geehrt. Gemeinsam mit der Engländerin Emily Beecham für ihre Rolle in "Daphne".

Moon Shavit sagte:"Magersucht ist ein aktuelles Problem, auch für die jüngere Generation. Ab einem gewissen Punkt stürzt man ab, oder es geht steil bergauf. Ich hoffe das Beste."

Der Medienpreis ging an "Fabrica de Nada" des portugiesischen Regisseurs Pedro Pinho über die schwere Wirtschaftskrise in Portugal.

Als bester Dokumentarfilm in der Kategorie Arbeitslosigkeit wurde der Italiener Jacopo Quadri für sein Werk "Lorello e Brunello" ausgezeichnet.

Euronews-Korrespondent Cristiano Tassinari kommentierte in Turin:"Die 35. Auflage des Film-Festivals Turin gefiel dem Publikum und den Filmkritikern. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die Auswahl weniger bekannter Filme, die dafür durch hohe Qualität bestechen, die richtige Entscheidung war."