Wechsel-Fehler: Turins Coach geht auf Assistenten los

Turin-Trainer Sinisa Mihajlovic (Mitte) ist für sein hitziges Temperament bekannt

Beim Sieg des FC Turin über US Sassuolo kam es am Sonntag zu wilden Szenen. Allerdings nicht auf dem Platz, sondern an der Seitenlinie.

Als der Turin-Spieler Tomas Rincon in der 81. Minute zur Auswechslung kam, verlor sein Trainer Sinisa Mihajlovic die Beherrschung. Er wollte eigentlich, dass Joel Obi aus dem Spiel genommen wird.


Mihajlovic eilte also auf den Ex-HSV-Spieler Rincon zu und schubste ihn wieder aufs Feld. Dann nahm er sich Teammanager Luca Castellazzi vor, der noch die Auswechseltafel in der Hand hatte, und stieß auch ihn weg.

Castellazzi schaute ihn verwirrt an, zeigte dann in Richtung Bank.

Die beiden wechselten ein paar Worte, anschließend stürmte Mihajlovic auf seinen Co-Trainer Attilio Lombardo zu und stieß diesen heftig. Der Trainer-Assistent wich mehrere Meter zurück.

All die Wut und Schubserei war am Ende umsonst. Rincon musste auf die Bank.

Mihajlovic entschuldigt sich

"Spiele werden durch die kleinsten Details entschieden und du kannst dir nicht leisten, die falsche Auswechslung zu machen", sagte Mihajlovic nach dem Spiel. "Vielleicht habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt, aber für mich war das ein offensichtlicher Wechsel."

Nachdem das Adrenalin verflogen war, zeigte sich der Turin-Trainer aber reumütig. "Ich habe mich bei Luca und Attilio in der Kabine entschuldigt. Meine Reaktion tut mir leid, aber so bin ich halt."

Pointe der Geschichte: Joel Obi, der eigentlich ausgewechselt werden sollte, schoss das 3:0.