Tumult bei G20-Protesten: Linke kritisieren Polizei – Rechtsstreit läuft weiter

Zur Abschlussdemonstration werden 50.000 bis 100.000 Teilnehmer erwartet.

Nach der Räumung eines Protestcamps gegen den G20-Gipfel am Wochenende in Hamburg wird Kritik der linken Bundestagsfraktion, der Landes-Grünen sowie von Globalisierungskritikern laut.

„Statt Bürgerrechte zu verteidigen dulden SPD/Grüne in Hamburg rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen genehmigtes Camp“, twitterte die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, am Montag. Judith Amler vom Attac-Rat sagte: „Wir fordern die Hamburger Polizei und den Senat auf, sofort auf den Boden des Grundgesetzes zurückzukehren.“ Innensenator Andy Grote (SPD) solle zurücktreten, hieß es.

Tumulte am Sonntagabend

Das Camp befindet sich auf der Elb-Halbinsel Entenwerder.

Dort hatte es am späten Sonntagabend Tumulte gegeben, als die Polizei elf Zelte wegen eines von ihr verhängten Übernachtungsverbots entfernte. Die Beamten setzten Pfefferspray ein, ein Aktivist wurde festgenommen. Es habe eine verletzte Person gegeben, erklärte eine Polizeisprecherin. Ein Sprecher des sogenannten G20-Ermittlungsausschusses, der in Kontakt mit Aktivisten steht, sprach von einer schwer verletzten Person und bis zu zehn Leichtverletzten.

Das Hamburger Verwaltungsgericht bestätigte die Auflagen gegen das Camp am Montag – dies aber erst nach dem Einsatz. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin dürfen die G20-Gegner weiterhin keine Schlafzelte...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung