Tschüss, Chemie: Die besten umweltfreundlichen Haus- und Putzmittel

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Für den Frühjahrsputz sind keine chemischen Reiniger aus dem Supermarkt notwendig. (Bild: Getty Images)

Steht auch bei Ihnen ein Frühjahrsputz an? Damit Küche und Bad sauber erstrahlen, sind keine Chemiekeulen aus dem Supermarkt notwendig. Umweltfreundliche Hausmittel sind oft genauso wirksam.

Im heimischen Putzschrank steht oft so manches Reinigungsmittel mit aggressiven Chemikalien, vom Kalkentferner über WC-Steine bis hin zum Rohrreiniger. Denn obwohl sich immer mehr Menschen um Nachhaltigkeit Gedanken machen – wenn es um Putzmittel geht, glauben viele Verbraucher nach wie vor, dass nur starke Chemikalien richtig sauber machen.

Im Interview mit dem Lifestyle-Portal „Stylebook“ erklärt Putzexpertin Roxanna Pelka von der Firma „Helpling“ nun jedoch, dass dies ein Irrglaube sei. Wie sie verrät, machen ganz einfache und traditionelle Hausmittelchen ebenso gut sauber – und sind dabei noch schonend für die Umwelt und den Geldbeutel. „Die besten Bio-Putzmittel sind immer noch die Hausmittelchen, und diese wirken Wunder“, so Pelka gegenüber „Stylebook“. „In den meisten Fällen können sowohl Bio-Putzmittel als auch konventionelle Reiniger durch Essig, Backpulver und Co. ersetzt werden.“

Generell gilt: Mittel wie Essig und Zitronensäure habe einen niedrigen pH-Wert und eignen sich zum Entfernen von Kalkflecken. Natron und Backpulver hingegen haben einen hohen pH-Wert und können fetthaltige Verschmutzungen beseitigen. Diese Produkte, die sich verdünnt mit Wasser vielseitig einsetzen lassen, sind nicht nur günstig, sie belasten die Umwelt weniger als die chemischen Alternativen und sind sogar vegan.

Zitronensäure, Essig und Backpulver sind Alleskönner im Haushalt. (Bild: Getty Images)

Die Expertin hat einen besonderen Tipp, um Toiletten ganz ohne Chemie sauber zu halten: „Einfach ein Päckchen Backpulver in den Abfluss des WCs schütten. Danach eine Flasche Haushaltsessig in den Abfluss gießen und schon beginnt es zu schäumen und zu blubbern. Das Gemisch vorsichtig umrühren, so kann die Mixtur ideal reagieren.“ Diese Mischung soll man anschließend zehn Minuten einwirken lassen und dann mit heißem Wasser durchspülen.

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Doch auch hier gilt Vorsicht: Genau wie bei chemischen Reinigern können bei Bio- und Haushaltsmitteln verschiedene Stoffe die Haut und aufsteigende Dämpfe die Atemwege reizen. Deswegen ist gutes Durchlüften, das Tragen von Handschuhen, eventuell gar einer Schutzbrille und eines feuchten Tuchs vor dem Mund immer angebracht. Lediglich bei Schimmelbefall führt laut Roxanna Pelka kein Weg an chemischen Reinigern vorbei.

Doch egal ob Hausmittel, Bio-Produkt oder Chemiekeule: Die Expertin rät in jedem Fall dazu, sparsam mit den Mitteln umzugehen. „Bildet sich zu viel Schaum, legt sich dieser auf den Textilfasern des Reinigungstuches nieder, die eigentliche Reinigung wird blockiert“, erklärt sie gegenüber „Stylebook“. „Zu viel Putzmittel auf Fenstern hinterlässt zum Beispiel die unbeliebten Schlieren.“

Anstatt Lappen und Schwämme unter laufendem Wasser auszuspülen, sollte man sie Pelka zufolge außerdem in einem Wassereimer auswaschen. Und ein beliebtes Mittel könne man sich ganz sparen: WC-Steine zum Aufhängen würden weder Schmutz noch Keime beseitigen, sondern lediglich angenehm duften.

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