Tschechische Notenbank folgt Ungarn mit Zinsstraffung

·Lesedauer: 1 Min.

PRAG (dpa-AFX) - Die tschechische Notenbank hat als zweite Zentralbank Osteuropas ihren Leitzins angehoben. Der Leitzins steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent, wie die Währungshüter am Mittwoch in Prag mitteilten. Analysten hatten mit dem Zinsschritt gerechnet. Es war die erste Zinsanhebung in Tschechien seit Beginn der Corona-Pandemie. Am Dienstag hatte die ungarische Zentralbank ihren Leitzins leicht angehoben und zusätzliche Straffungen signalisiert.

Ausschlaggebend für die Zinsanhebungen dürfte die sowohl in Tschechien als auch in Ungarn steigende Inflation sein. Wie in vielen anderen Volkswirtschaften ziehen dort die Teuerungsraten an, was nur zum Teil auf statistische Effekte infolge des schweren Corona-Einbruchs vor einem Jahr zurückzuführen ist. Hinzu kommen teils erhebliche Knappheiten und Lieferengpässe im internationalen Warenhandel, was die Inflationsraten zusätzlich antreibt.

Vor der Corona-Pandemie galt die tschechische Notenbank als Vertreterin einer eher straffen Geldpolitik. Die ungarische Zentralbank dagegen hat ihre Geldpolitik über Jahre sehr locker gehalten, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Angesichts zumeist niedriger Inflationsraten hatte sie hierfür einigen Spielraum.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.