Was Trumps Strafzölle für Deutschland bedeuten

Lennart Pfahler
Trump wirbt mit dem neuen Protektionismus. 

Das Klatschen im Oval-Office war noch nicht verhallt, da machte sich in Europa bereits Hysterie breit. US-Präsident Donald Trump erhebt Strafzölle. Von einem “gefährlichen Irrweg” spricht Ifo-Chef Clemens Fuest – und gehört damit noch zu den weniger aufgeregten Mahnern. 

Trump droht mit einem Handelskrieg gegen Europa – und feiert sich für seinen mutmaßlichen Einsatz für die heimische Wirtschaft. Die Signatur des Dekrets gerät zur Inszenierung für die Weltgemeinschaft.

America First ist jetzt Programm. Und in Deutschland wächst die Angst vor den Folgen für die Exportwirtschaft. Doch wie genau werden sich die Zölle überhaupt auswirken? Wir haben es auf den Punkt gebracht.

Was ändert sich durch Trumps Proklamation?

► Die USA erheben auf Stahl einen Zoll von 25 Prozent.

► Auf Aluminium fällt künftig eine Abgabe von 10 Prozent an.

Was sind die Gründe für die Entscheidung?

Der US-Präsident lässt zwei Motivationen durchblicken, wieso er gegen die Handelsschranken hochfährt.

► 1. Donald Trump will die US-Handelsbilanz zu Europa ausgleichen.

Die Defizite der US-Wirtschaft liegen bei rund 150 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Trump hat in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, gegen die europäischen Überschüsse vorzugehen – und auch Deutschland in diesem Zusammenhang explizit als “böse” bezeichnet.

► 2. Er will Europa in Nato-Fragen zur Verantwortung ziehen.

Auch politisch versucht Trump, den Schritt zu erklären. “Wenn man sich die Nato anschaut, wo Deutschland ein Prozent zahlt, und wir zahlen 4,2 Prozent von einem viel größeren Bruttoinlandsprodukt, das ist nicht fair”, sagte Trump.

Offenbar glaubt der Republikaner, Deutschland und Europa durch wirtschaftlichen Druck zu mehr Engagement bewegen zu können.

Wie schwer trifft das die deutsche Wirtschaft?

Zunächst treffen die Importzölle nur die deutsche Stahl- und Leichtmetall-Industrie.

► Von den Waren im Wert von 111,5 Milliarden Euro, die...

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