Trumps Russland-Affäre: FBI-Sonderermittler Mueller setzt Grand Jury ein

Trump wird vorgeworfen, Russland hätte sich in den US-Wahlkampf eingemischt.

Er spie Gift und Galle. Die Vorwürfe, Russland habe sich im vergangenen Jahr zu seinen Gunsten in den US-Wahlkampf eingemischt, seien eine „totale Erfindung“, deklamierte US-Präsident Donald Trump vor Anhängern im Bundesstaat West Virginia. Vielmehr sei die „erfundene Geschichte“ nur eine Ausrede der US-Demokraten für die „größte Niederlage in der Geschichte der amerikanischen Politik“. Das sei erniedrigend für alle Amerikaner, für das ganze Land und obendrein für die Verfassung des Landes.

Die Wortwahl brachte Trumps Fans so in Wallung, dass viele gar nicht bemerkten, als der Präsident sogar Vorwürfe dementierte, die niemand erhoben hat: „Es gab keine Russen in unserem Wahlkampfteam, das war niemals der Fall.“ Das hatte allerdings bislang auch niemand behauptet.

Grand Jury ist ein geheim tagendes Geschworenengremium

Doch kurz zuvor war bekannt geworden, dass der FBI-Sonderermittler die Russland-Affäre offenbar doch ernster nimmt als von Trump erhofft. Robert Mueller, zu Obama-Zeiten selbst Chef der US-Bundespolizei FBI, setzte nach Medienberichten eine sogenannte Grand Jury ein. Das ist im US-Rechtssystem ein geheim tagendes Geschworenengremium. Es bewertet Beweise, vernimmt Zeugen und entscheidet darüber, ob gegen Beschuldigte Anklage erhoben wird.

Rechtsexperten schließen daraus, dass Mueller seine Ermittlungen intensivieren will. Der ehemalige FBI-Direktor, der bereits mehrfach von Trump direkt und indirekt über Twitter attackiert worden ist,...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung