Trumps Kandidat für UN-Behörde bestreitet Islamfeindlichkeit

Der US-Kandidat für die Leitung der Internationalen Organisation für Migration (IMO), Ken Isaacs

Der umstrittene US-Kandidat für den Chefposten bei der UN-Migrationsbehörde, Ken Isaacs, hat Vorwürfe der Islamfeindlichkeit zurückgewiesen. Er habe niemals eine diskriminierende Haltung "gegenüber irgendjemanden oder irgendwas gezeigt. Punkt", sagte Isaacs am Montag in Genf, wo die Internationale Organisation für Migration (IMO) ihren Sitz hat.

Isaacs berichtete, er habe mit Vertretern muslimischer Länder gesprochen und sie davon überzeugen können, dass er nicht feindselig gegen den Islam eingestellt sei. Nachdem sie "eine Minute oder zwei" mit ihm gesprochen hätten, hätten sich ihre Fragen hinsichtlich möglicher Vorteile erübrigt.

Isaacs hält sich in Genf auf, um Unterstützung für seine Kandidatur einzuholen. Die Wahl des IOM-Generaldirektors steht im Juni an. Der Posten wird traditionell von einem US-Vertreter besetzt.

Fragen hinsichtlich Isaacs' Einstellung zum Islam waren kurz nach seiner Nominierung für den UN-Posten durch US-Präsident Donald Trump Anfang Februar aufgekommen.

Laut einem Bericht der "Washington Post" hatte Isaacs in früheren Botschaften im Internetdienst Twitter in Abrede gestellt, dass es sich bei dem Islam um eine friedfertige Religion handle. Der Koran schreibe die Ausübung von Gewalt vor, soll er demnach argumentiert haben. Isaacs' Twitter-Konto wurde seitdem für die Öffentlichkeit gesperrt.

Isaacs ist bislang Vizepräsident der christlichen Hilfsorganisation Samaritan's Purse. Um die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften, führte er jetzt ins Feld, dass er sich in Bangladesch, dem Irak, Jordanien und der westsudanesischen Provinz Darfur für Muslime in Not eingesetzt habe.