Trumps Falke: Wie der neue US-Außenminister Pompeo die Welt sieht

Josh Groeneveld

Seit vergangenem Herbst geistert der Name Mike Pompeo durch Washington. Im Oktober 2017 wurden Gerüchte laut, dass US-Präsident Donald Trump seinen Außenminister Rex Tillerson los werden wolle – und plane, stattdessen Pompeo zum Secretary of State zu befördern. 

Knapp ein halbes Jahr später ist genau das eingetreten.

Statt dem überforderten Diplomaten Tillerson, der seinem Präsidenten zu moderat und starrköpfig war, wird nun Pompeo, der bisherige Direktor des Geheimdienstes CIA, die Außenpolitik der USA bestimmen. 

Es ist ein drastischer Kurswechsel für die USA. Pompeo ist streng konservativer Hardliner, ein Falke, der vor Kriegen nicht zurückscheut. 

Der Werdegang von Mike Pompeo: 

► Im Jahr 2010 wurde Mike Pompeo als Abgeordneter für die Republikaner in Kansas in den Kongress gewählt. Pompeo war Mitglied der ultra-konservativen und rechten Bewegung innerhalb seiner Partei, der sogenannten Tea Party. 

► 2017 ernannte Donald Trump Pompeo schließlich zum Direktor der CIA. Dort gilt der Republikaner als hart arbeitender, aber auch aggressiver Chef – und als ungewohnt politisch für sein Amt. CIA-Direktoren schlagen sich eigentlich auf keine Seite.

► Als Kongressabgeordneter und CIA-Chef hat Pompeo so häufig umstrittene Meinungen geäußert. Er hält das Gefangenenlager Guantanamo für “human”, Folter durch CIA-Agenten für gerechtfertigt und erklärte muslimische US-Bürger einmal für potentiell mitverantwortlich an Terroranschlägen in den USA

► Es heißt, dass Pompeo einen guten persönlichen Draht zu Donald Trump pflegt. Er soll den US-Präsidenten Berichten zufolge vor allem in den regelmäßigen Sicherheitsbriefings im Weißen Haus von seiner Loyalität überzeugt haben.

Wie Pompeo die US-Außenpolitik gestalten wird:

“Pompeo hat eine Hardliner-Ansicht von Außenpolitik, die fast ausschließlich schwarz-weiß ist”, sagte Ilan Goldenberg, Analyst beim Center for a New American Security und...

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