Trump wollte 'Ende der Wahl' auch nach Kapitol-Sturm nicht anerkennen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Einen Tag nach der verheerenden Attacke auf das US-Kapitol durch seine eigenen Anhänger weigerte sich der damalige Präsident Donald Trump, von einem "Ende der Wahl" zu sprechen. In nicht veröffentlichten Videomitschnitten einer Ansprache an das Land am 7. Januar sagte Trump: "Ich will nicht sagen, dass die Wahl vorbei ist" - obwohl dies im Rede-Entwurf stand. In der Ansprache hatte Trump die Übergabe der Macht an Wahlsieger Joe Biden angekündigt, nachdem der Druck auf ihn wegen des Sturms auf das Kapitol zu groß geworden war. Bei den dramatischen Ereignissen kamen fünf Menschen ums Leben.

Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2001 den Parlamentssitz in Washington erstürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Wahlsieg von Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden formal zu bestätigen. Die gewalttätige Menge wollte das verhindern. Mike Pence leitete damals in seiner Rolle als Vizepräsident die Kongresssitzung - rechtlich eine rein zeremonielle Aufgabe. Trump hatte seinen Vize aber unverhohlen öffentlich dazu aufgerufen, das Prozedere zu blockieren - um ihm so nachträglich zum Wahlsieg zu verhelfen.

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