Trump will weiterhin Mexiko für Grenzmauer zahlen lassen

US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump hat erneut bekräftigt, dass Mexiko die Kosten für die von ihm im Wahlkampf versprochene Grenzmauer tragen soll. "Mexiko wird auf die eine oder andere Weise für die Mauer bezahlen", sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Möglicherweise würden die USA die Mauer finanzieren, aber "letztendlich" werde das Nachbarland die Kosten tragen. Dies könne durch "Entschädigungen" geschehen, sagte Trump.

Der Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko ist eines der zentralen Wahlkampfversprechen Trumps, der damit illegale Grenzübertritte eindämmen will. Die mexikanische Regierung lehnt es kategorisch ab, für Trumps Wahlversprechen zu bezahlen. Zuletzt hatte Trump den Demokraten vorgeworfen, den Bau verhindern zu wollen. Er drohte damit, im Streit um Haushaltsmittel notfalls einen Regierungsstillstand in Kauf zu nehmen, um die Finanzierung des Baus zu sichern.

Bei der Presskonferenz im Weißen Haus brachte Trump zudem erneut eine mögliche Aufkündigung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta mit Kanada und Mexiko ins Spiel. Er glaube, dass dieser Prozess zumindest eingeleitet werden müsse, um einen "fairen Deal" zu erreichen, sagte der Präsident. Mexiko habe sich in den Neuverhandlungen "schwierig" verhalten.

Damit deutete Trump eine harte Linie seiner Regierung in den Neuverhandlungen des Abkommens an, die Mitte August in Washington begonnen hatten. Trump hatte das Abkommen im Wahlkampf wiederholt als "Katastrophe" bezeichnet, das den Arbeitern in den Vereinigten Staaten geschadet und viele Jobs gekostet habe.