Trump will FBI-Sonderermittler Mueller nicht feuern

US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigener Aussage nicht, den FBI-Sonderermittler in der Russland-Affäre zu entlassen. Demokraten hatten sich besorgt gezeigt, dass der Republikaner Mueller feuern könnte.

US-Präsident Donald Trump hat nach eigener Darstellung nicht vor, den Sonderermittler Robert Mueller zu entlassen. Auf die Frage von Journalisten, ob er diesen Schritt erwäge, antwortete Trump am Sonntag: "Nein. Das tue ich nicht."

Es sehe allerdings nicht gut aus, wie Robert Mueller Tausende E-Mails aus seinem Umfeld bekommen habe, sagte der Präsident am Sonntag bei der Rückkehr von der Erholungsanlage Camp David ins Weiße Haus. „Meine Leute haben sich darüber ziemlich aufgeregt.“ Er betonte erneut, es habe im Wahlkampf keine Absprachen mit Moskau gegeben.

Muellers Ermittler haben die E-Mails von einer US-Behörde bekommen und nicht vom sogenannten Übergangsteam selbst, das Trump nach dessen Wahl bis zur Vereidigung im Amt unterstützte. Diese Erkenntnis hatte zu Kritik geführt - es hieß, Muellers Gruppe habe die Nachrichten nicht rechtmäßig erhalten.



Ein Sprecher des Sonderermittlers wies das zurück. Die Dokumente seien auf angemessene Art und Weise im Strafermittlungsprozess erhalten worden.

Der Ex-FBI-Chef Mueller untersucht seit Monaten die mutmaßliche Einflussnahme Russlands auf den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Zuletzt hatte sich der ehemalige Sicherheitsberater von Trump, Michael Flynn, in der Affäre für schuldig bekannt. Demokratische Abgeordnete haben sich jedoch in den vergangenen Tagen besorgt gezeigt, dass der Republikaner Trump Mueller entlassen könnte. Zwar könnte der Präsident dies - rein rechtlich - anordnen. Experten zufolge würde er dann jedoch einen hohen politischen Preis dafür bezahlen.