Trump will Australien von Strafzöllen befreien

US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben Australien von den geplanten US-Schutzzöllen auf Aluminium und Stahl ausnehmen.

US-Präsident Donald Trump will Australien offenbar bald von Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte ausnehmen. Darüber habe er mit Premierminister Malcolm Turnbull gesprochen, teilte Trump am Freitag per Twitter mit. Man arbeite „sehr schnell“ an einem „Sicherheitsabkommen, damit wir keine Stahl- oder Aluminiumzölle gegen unseren Verbündeten, die große Nation Australien, verhängen müssen!“ Was eine mögliche Einigung konkret beinhalten würde, sagte Trump nicht.

Turnbull ging am Samstag noch einen Schritt weiter. Er sei „sehr angetan, dass der Präsident bestätigen konnte, dass er keine Zölle auf australischen Stahl und Aluminium erheben wird“, sagte er vor Reportern im Bundesstaat South Australia.

Allerdings gab es gewisse Verwirrung über Trumps Wortwahl. In seinem Tweet hatte er „faire Militär- und Handelsbeziehungen“ zu Australien hervorgehoben, denen sich Turnbull verpflichtet fühle. Der Premier sagte dazu, mit einem neuen „Sicherheitsabkommen“ habe Trump sich auf Rechtsdokumente bezogen, die die Ausnahmeregelung für sein Land festschreiben sollten. Im Übrigen habe Australien bereits die „engste Militär- und Sicherheitsallianz“ mit den USA, die möglich sei. Und auch die Handelsbeziehungen zu den USA seien „absolut auf Augenhöhe“, meinte Turnbull. „Tatsächlich haben die USA einen großen Überschuss im Handel mit Australien.“

Mit Verweis auf die Nationale Sicherheit der USA hat Trump Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium angeordnet. Nur die Nachbarn Kanada und Mexiko - beide Partner in dem aktuell neu verhandelten Freihandelsabkommen Nafta - sind ausgenommen. Trump deutete indes an, dass auch Verbündete der USA 15 Tage Zeit hätten, mögliche Ausnahmen auszuhandeln. Dies setzte eine diplomatische Offensive Canberras in Gang: Trump bekam einen Brief, der von australischen Geschäftsleuten und der früheren Golflegende Greg Norman unterzeichnet wurde. Norman gilt als Unterstützer und Freund des US-Präsidenten.