Nach Trump-Attacke: Jordan verteidigt LeBron

Stefan Schnürle
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Donald Trump ist US-Präsident

US-Präsident Donald Trump und NBA-Superstar LeBron James werden in diesem Leben sehr wahrscheinlich keine Freunde mehr.

Via Twitter hat Trump nun einmal mehr eine Spitze gegen James ausgeteilt: "LeBron James wurde gerade von dem dümmsten Mann im Fernsehen interviewt, Don Lemon. Dieser hat es sogar geschafft, dass LeBron klug erscheint, was keine leichte Aufgabe ist. Ich mag Mike."

Mit "Mike" ist sehr wahrscheinlich NBA-Legende Michael Jordan gemeint. Über Jordan und James wird seit Jahren eine Debatte geführt, wer denn nun der größte Basketballer aller Zeiten ist.


Jordan verteidigt LeBron gegen Trump

Jetzt ist Jordan selbst in die Debatte eingestiegen und hat sich neben seinen Profi-Kollegen gestellt. Auf Twitter distanzierte sich der 55-Jährige von den Aussagen des Präsidenten und stärkte James den Rücken.

Über einen Sprecher ließ der Besitzer der Charlotte Hornets verkünden, dass er ein Fan von James' sozialem Engagement ist: "Ich unterstütze Lebron James. Er macht einen fantastischen Job für seine Gemeinde."


Eine Reaktion von James selbst gibt es noch nicht, dafür hat sich auch NBA-Star Karl-Anthony Towns von den Minnesota Timberwolves eingeschaltet und Trump unter Beschuss genommen.

"Lass mich das klarstellen: Flint hat immer noch dreckiges Wasser, aber du sorgst dich um ein Interview über einen Mann, der gute Dinge für die Ausbildung und Generationen von Kinder in seiner Heimatstadt leistet? Halte deinen verdammten Mund! Hör endlich auf zu twittern und tu lieber etwas für unser Land", twitterte Towns.

James kritisiert Trump

James war am Montag von CNN-Reporter Don Lemon interviewt worden. Das Thema war unter anderem die vom Superstar der Los Angeles Lakers eröffnete Grundschule zugunsten benachteiligter Kinder in seiner Heimatstadt Akron/Ohio.

Ein Thema in dem Interview war die Wirkung von Sport und darüber, wie es Leute enger zusammenbringt. James erklärte, dass Trump Sport dazu benutzen würde, die Leute auseinanderzubringen. "Es war immer etwas, was die Leute zusammenbringt", sagte James weiter.

Zudem warf er ihm vor, den Rassismus in den Vereinigten Staaten zu verschärfen: "Ich glaube, unser Präsident versucht, uns zu spalten", sagte der 33-Jährige: "Ich denke, er (der Rassismus, Anm. d. Red.) war immer da. Aber ich denke auch, dass der Präsident dafür gesorgt hat, dass sich niemand mehr darum kümmert."

Es war nicht das erste Mal, dass James den US-Präsidenten scharf kritisierte. Im September 2017 hatte James ihn sogar als "Penner" bezeichnet, nachdem Trump seine Einladung an die NBA-Champions Golden State Warriors ins Weiße Haus zurückgezogen hatte.