Trump verteidigt Zeitpunkt für Begnadigung von Arpaio – bessere TV-Quoten

Trump verteidigt Zeitpunkt für Begnadigung von Arpaio – bessere TV-Quoten

Am Freitag hatte Donald Trump eine Entscheidung verkündet, die auch bei Republikanern für viel Kritik sorgte: Er begnadigte Joe Arpaio, der sich selbst einmal als "härtester Sheriff der USA" bezeichnet hatte und dem wegen gesetzeswidriger Methoden sechs Monate Haft drohten.

Aber nicht nur die Begnadigung an sich rief bei vielen Bürgern Unmut hervor, sondern auch der Zeitpunkt, zu dem der Präsident der Vereinigten Staaten diese bekannt gab, und zwar kurz bevor der Tropensturm Harvey in Texas das Festland erreichte. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö verteidigte Donald Trump am Montag sowohl die Entscheidung als auch den Zeitpunkt der Bekanntgabe.

Lesen Sie auch: Explosion nahe US-Botschaft in Kabul

Mitten in einem Hurrikan an einem Freitag Abend sei der davon ausgegangen, "dass die Einschaltquoten höher als normal sein würden." Und auch für Joe Arpaio, der in seiner Zeit als Sheriff des Bezirks Maricopa im Bundesstaat Arizona einer der kontroversesten Ordnungshüter des Landes war, fand der 71-Jährige bei der Pressekonferenz noch einmal lobende Worte: "Er hat einen großartigen Job für die Leute in Arizona gemacht. (...) Er wird in Arizona geliebt." Zudem glaube Donald Trump, dass Arpaio "unglaublich unfair" behandelt worden sei.

Sehen Sie auch: Pipeline beschädigt - Texas fürchtet sich nun vor dem Öl