Trump versteht Wirbel um Entlassungen nicht – und kündigt die nächsten an

Donald Trump ist bekannt dafür, unliebsame Mitarbeiter umgehend auszuwechseln. (Bild: AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump verriet einem US-Nachrichtensender, dass die Entlassungswelle im Weißen Haus noch nicht vorbei sei – und dass der Präsident selbst das alles halb so schlimm fände.

„You’re fired“ (dt.: „Sie sind gefeuert“): Mit diesen Worten wurde der Immobilien-Tycoon Trump in der TV-Show „The Apprentice“ einst zum Reality-TV-Star. Diesen Kurs führt er bekanntermaßen als Präsident der USA auch in seinem Kabinett konsequent fort. Zuletzt bewies Trump dies mit der Kündigung seines Sicherheitsberaters H. R. McMaster. Wenige Tage zuvor entließ er FBI-Vizedirektor Andrew McCabe kurz vor dessen Pensionierung. Auch Außenminister Rex Tillerson musste erst kürzlich seinen Platz räumen.

Wie der US-amerikanische Nachrichtensender „ABC“ berichtet, dürften weitere Personalwechsel im Trump-Kabinett unmittelbar bevorstehen. Dies bestätigte ein Freund des Präsidenten, Christopher Ruddy, im Gespräch mit der Moderatorin Martha Raddatz: „[Trump] sagte, dass er davon ausgeht, bald noch ein oder zwei große Änderungen in seiner Regierung vorzunehmen und dabei wird er es dann belassen.“

So ganz scheint der US-Präsident die Aufregung um die zahlreichen Personalwechsel dennoch nicht zu verstehen. Er sei „baff über die Berichte, dass es Chaos oder massenweise Personaländerungen im Weißen Haus“ gäbe, so Ruddy. „Er hat mir gesagt, dass das Weiße Haus wie eine geschmierte Maschine läuft – seine Worte“, so der Vertraute des Präsidenten weiter.

Kriegsveteranenminister David Shulkin dürfte seinen Platz im Weißen Haus nicht mehr allzu lang innehaben. (Bild: AP Photo/Jose Luis Magana)

Ruddy gab auch an, zu wissen, welcher Trump-Mitarbeiter als nächstes seinen Posten räumen müsse – dies habe er allerdings nicht von Trump selbst, sondern von anderen Quellen aus dem Weißen Haus erfahren. So dürfte Kriegsveteranenminister David Shulkin „sehr bald“ seinen Job los sein.

Keine Sorgen um seinen Posten müsse sich laut Ruddy Trumps Stabschef John Kelly machen – und auch der Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung, Ben Carson, müsse nicht zittern: „[…] Ich habe gehört, dass der Präsident zufrieden mit dem Job ist, den er macht, er bleibt.“