Trump stellt sich in Russland-Affäre hinter US-Geheimdienste

Donald Trump

US-Präsident Donald Trump hat sich in der Affäre um eine mutmaßliche Einmischung Russlands in den US-Präsidentschaftswahlkampf hinter die Geheimdienste seines Landes gestellt. "Ob ich es glaube oder nicht, ich stehe zu unseren Geheimdiensten, ich glaube an unsere Geheimdienste", sagte Trump am Sonntag vor Journalisten in Hanoi.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Samstag am Rande des Apec-Gipfels in Vietnam erneut bestritten, dass sich Moskau in den US-Wahlkampf eingemischt habe. Trump sagte daraufhin, er zweifle Putins Dementis nicht an.

Im Kurzbotschaftendienst Twitter wandte sich Trump gegen die "Hasser und Verrückten", die seine Bemühungen um eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland in Frage stellten. "Sie betreiben stets Politik - schlecht für unser Land. Ich möchte Nordkorea, Syrien, Ukraine, Terrorismus lösen, und Russland kann in hohem Maß helfen", schrieb er.

CIA-Direktor Mike Pompeo bekräftigte unterdessen, dass der US-Auslandsgeheimdienst Moskau weiterhin der Einmischung in den Wahlkampf beschuldige. Er halte am entsprechenden Bericht der US-Geheimdienste vom Januar fest, hieß es in Pompeos Erklärung, den der Nachrichtensender CNN veröffentlichte. Die Schlussfolgerungen der Dienste hätten sich nicht geändert.

In den USA geht derzeit ein Sonderermittler der Frage nach, ob es im Wahlkampf illegale Absprachen von Trumps Team mit russischen Vertretern gegeben habe. Trump hatte die Ermittlungen wiederholt als "Hexenjagd" kritisiert.

Nach einem Treffen mit der vietnamesischen Führung am Sonntagvormittag reiste Trump nach Manila weiter. Dort waren ein Treffen mit dem philippinischen Staatschef Robert Duterte und die Teilnahme an der Jahreskonferenz des südostasiatischen Staatenverbands Asean vorgesehen.