Trump solidarisiert sich mit Abtreibungsgegnern

US-Präsident Trump hat sich mit der Protestbewegung gegen Abtreibungen solidarisiert. Per Videoschaltung wandte er sich an die Teilnehmer einer Großdemonstration in Washington gegen den Schwangerschaftsabbruch

US-Präsident Donald Trump hat sich mit der Protestbewegung gegen Abtreibungen solidarisiert. Trump wandte sich am Freitag per Videoschaltung an die Teilnehmer einer Großdemonstration in Washington gegen den Schwangerschaftsabbruch und rühmte sie dafür, dass sie jedes Kind liebten, "ob geboren oder ungeboren". Ihre Bewegung sei "aus Liebe geboren".

In seiner aus dem Rosengarten des Weißen Hauses übertragenen Ansprache beklagte Trump, die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs durch das Oberste Gericht vor mehr als vier Jahrzehnten habe dazu geführt, dass die USA eine der höchsten Abtreibungsraten der Welt hätten.

Es ist das erste Mal, dass ein amtierender US-Präsident in dieser Form zu den Teilnehmern des alljährlichen Marsches von Abtreibungsgegnern in der Hauptstadt spricht, mit dem gegen das Supreme-Court-Urteil von 1973 protestiert wird. Frühere Präsidenten wie Ronald Reagan und George W. Bush hatten sich allerdings per Telefon an die Demonstranten gewendet. Direkt an dem Protestmarsch teilgenommen hat noch kein Präsident.

Trump ist in seinem ersten Amtsjahr mit einer Reihe von Maßnahmen auf Forderungen der Abtreibungsgegner eingegangen. So verbot er als eine seiner ersten Amtshandlungen staatliche Finanzhilfen für internationale Nichtregierungsorganisationen, die Schwangerschaftsabbrüche unterstützen. In dieser Woche richtete das Gesundheitsministerium eine eigene Abteilung zum Schutz von Ärzten und anderen Beschäftigten des Gesundheitswesens ein, die bestimmte Dienste aus religiösen Gründen ablehnen, darunter den Schwangerschaftsabbruch.