Trump sieht sich nicht durch Anklage gegen Ex-Wahlkampfchef betroffen

US-Präsident Donald Trump sieht sich von der gegen seinen früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort in der Russland-Affäre erhobenen Anklage nicht selbst betroffen. Die jetzt von einem Geschworenengericht erhobene Anklage beziehe sich auf Vorgänge, die "Jahre her" seien, und damit auf einen Zeitraum, in dem Manafort noch nicht seinem Wahlkampfteam angehört habe, schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Der Präsident betonte erneut, dass es keine illegalen Absprachen zwischen seinem Team und der russischen Regierung gegeben habe. Er forderte den Sonderermittler Robert Mueller auf, sich stattdessen mit den Verbindungen der früheren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton nach Russland zu befassen.

Die Anklage gegen Manafort bezieht sich in der Tat nicht auf dessen Rolle in Trumps Wahlkampfteam, sondern dessen Lobbyistentätigkeit für den früheren ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch und dessen pro-russische Partei. Manafort wird beschuldigt, seine Millioneneinnahmen aus dieser Tätigkeit vor den US-Behörden verborgen zu haben.

Allerdings ist die Anklage das erste greifbare Ergebnis von Muellers Ermittlungen zu der Russland-Affäre. Der vom Justizministerium im Mai eingesetzte Sonderermittler ist befugt, jedem Verdacht nachzugehen, der im Verlaufe seiner Untersuchungen auftaucht.